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Potsdam Stein auf Stein zur Lego-Traumstadt
Lokales Potsdam Stein auf Stein zur Lego-Traumstadt
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16:03 01.08.2019
170 Kilogramm Legosteine hat eine Rostocker Kirchengemeinde den Potsdamern geliehen. Quelle: Saskia Kirf
Potsdam

Legosteine so weit das Auge reicht: Das hier muss das Paradies für Kinder sein. Wie viele der weltberühmten Plastikbauteile sich im Keller der Nikolaikirche am Alten Markt befinden, kann Stephan Scholz vom Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM) nicht sagen. Kistenweise warten die Steine auf die jungen Baumeister. Blumen, Platten, durchsichtige Elemente und Mini-Helme für winzige Astronauten oder Rennfahrer, begehrte Teile wie Propeller – hier ist wirklich alles vorhanden.

In ihrem Stadtpark haben Joris und Johannes sogar daran gedacht, dass die Pflanzen auch Pflege brauchen. Ein Mini-Gärtner kümmert sich deshalb um die Blumen. Quelle: Saskia Kirf

Die Steine sind von einer Kirchengemeinde in Rostock geliehen, rund 170 Kilogramm sind es insgesamt. „Ein ganzer Kleintransporter voll“, sagt Stephan Scholz. Er betreut als CVJM-Vorsitzender die 18 Kinder, die noch bis Samstag nach Herzenslust ihre Fantasie in eine eigene Stadt verwandeln dürfen.

Wünsche für die eigene Heimatstadt

Jonas aus Babelsberg baut konzentriert an einer Rennbahn. Der Zehnjährige setzt die Fahrbahn zusammen, selbst an die Fahrbahnmarkierungen hat er gedacht. „Vielleicht brauche ich noch eine Tankstelle“, überlegt er. Dass eine Rennbahn in eine Legostadt gehört, ist für den Jungen klar.

Viel Grün auf dem Boot. Quelle: Saskia Kirf

„Aber in Potsdam brauchen wir das nicht“, findet er. Am Nebentisch sitzen die Brüder Joshua und Jonathan, sechs und sieben Jahre alt. Unter ihren Händen entsteht eine Forscherstation. „Zum Edelsteine suchen“, erklärt Jonathan ernsthaft. Wenn sie einmal groß sind, wollen die Geschwister auch Forscher werden. „Das ist einfach cool“, sagt Jonathan, und widmet sich wieder der halbtransparenten blauen Kuppel, die sein Bauwerk schmücken soll.

Joris und sein bester Freund Johannes sind da pragmatischer. Mit ihren elf und zwölf Jahren sind sie die ältesten bei den Legobautagen, „leider“, sagt Johannes. Seit ihrer frühesten Kindheit sind die beiden befreundet. Dass sie ein wahrlich eingespieltes Team sind, merkt man sofort: Nach kaum zwei Stunden haben Johannes und Joris schon drei Projekte abgeschlossen.

Weil die Legomenschen schließlich auch irgendwo leben müssen, haben Jonathan und Joris ihnen ein Hochhaus gebaut. Quelle: Saskia Kirf

Ein Stadtpark ist entstanden, ein Bergwerk und ein Hochhaus nebst Parkplatz. „Wir bauen das, was man in einer echten Stadt auch brauchst“, sagt Joris. „Vielleicht entsteht noch ein Freizeitpark, mal sehen.“ Denn den hätten die Jungen auch in Potsdam gern. „Aber so etwas ist natürlich sehr teuer“, sagt Johannes. Außerdem finden die Freunde die Schwimmbäder zu voll. „Man kann nie Bahnen schwimmen, weil immer Vereine trainieren müssen und der Drei-Meter-Turm hat nie offen. Toll wäre auch, wenn das Extavium wieder größer wäre“, sagt Johannes, „so wie früher.“

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Von Saskia Kirf

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