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Potsdam Bauarbeiten am Leipziger Dreieck: Das wird gemacht
Lokales Potsdam Bauarbeiten am Leipziger Dreieck: Das wird gemacht
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00:25 19.05.2019
Blick auf das Leipziger Dreieck mit dem Hauptbahnhof (unten) und dem Schwimmbad „Blu“ (oben rechts). Quelle: Lutz Hannemann
Südliche Innenstadt

In den kommenden sechs Jahren soll das Leipziger Dreieck komplett umgebaut werden. Bis 2025 sind insgesamt rund 24 Millionen Euro eingeplant. Neun Millionen Euro kostet allein der erste Bauabschnitt, der mit vorbereitenden Arbeiten in der Friedrich-Engels-Straße bereits begonnen hat.

Wie berichtet, wird in der Friedrich-Engels-Straße zwischen Friedhofsgasse und Omnibusbahnhof zunächst eine neue Busspur stadteinwärts angelegt, um den öffentlichen Nahverkehr aufrecht zu erhalten.

Schlechte Zeit nicht nur für Radfahrer: In der Friedrich-Engels-Straße wird bereits gebaut. Quelle: Bernd Gartenschläger

Zusicherung des Rathauses: Sämtliche Fahrtrichtungen sollen bis auf wenige Ausnahmen über den gesamten Zeitraum für den Autoverkehr offen bleiben. Allerdings werde es überwiegend nur noch eine Spur pro Straße und Fahrtrichtung geben. Damit wird die Kreuzung auch außerhalb der Stoßzeiten zum permanenten Engpass.

Vor allem in der Friedrich-Engels-Straße wird es für die gesamte Zeit „starke Stauerscheinungen“ geben, sagt Gerrit Hartmann-Engel, der Baustellenkoordinator im Rathaus.

Die dringendste Empfehlung des Rathauses für die nächsten Jahre: Nutzen Sie Bus und Bahn, wenn Sie da durch müssen, oder steigen Sie aufs Fahrrad um.

Am 6. Juni wird die Friedrich-Engels-Straße aufgerissen

Ab dem 6. Juni stehen die Zeichen auf Rot: Dann wird die Friedrich-Engels-Straße an der Einmündung in die Heinrich-Mann-Allee aufgerissen. Grabungen in bis zu acht Meter Tiefe sind nötig, um eine Schmutzwasserleitung zu verlegen.

Nach der Vorbereitung in der Tiefe soll das Straßenbahngleis neu sortiert werden. Die aktuelle Wendeschleife von der Langen Brücke über die Einfahrt Heinrich-Mann-Allee hinunter zum Hauptbahnhof wird demontiert.

Einige Minuten Stillstand

Grund ist der Verkehrsfluss: Wird die Schleife von einer Bahn passiert, stehen sämtliche Ampeln am Leipziger Dreieck für mehrere Minuten auf Rot. Regulär geschieht das aktuell nur abends ab 20 Uhr etwa jede halbe Stunde sowie tagsüber bei Havarie-bedingtem Bedarf.

Die neue Schleife soll von der Langen Brücke direkt in die Friedrich-Engel-Straße und an der aktuellen Tram-Kreuzung nach links Richtung Hauptbahnhof geführt werden.

Damit stören manövrierende Trams künftig nur noch auf der Friedrich-Engels-Straße, ohne aber den kompletten Kreuzungsverkehr lahmzulegen. 2021 soll der Bauabschnitt Friedrich-Engels-Straße erledigt sein.

Umbau der Leipziger Straße ab Spätsommer 2019

Ab dem dritten Quartal 2019 werden Zu- und Abfahrt Richtung Michendorf/Leipzig neu sortiert. Aktuell läuft der Verkehr mit Einbahnstraßenregelung stadtein- und stadtauswärts über Kreuz. Hinein fährt man über die Leipziger Straße, hinaus über die Straße Brauhausberg.

Für den Verkehrsfluss sollen die Fahrtrichtungen gedreht werden. Dafür wird ab Spätsommer 2019 die Leipziger Straße umgebaut, ab 2020 auch die Straße am Brauhausberg.

Für die Fußgänger sollen mit dem Umbau des Leipziger Dreiecks zusätzliche Überwege eingerichtet werden, darunter ein direkter Zebrastreifen von der Leipziger Straße auf Seite Speicherstadt zum Hauptbahnhof. Aktuell müssen Passanten an mehreren Ampeln warten, wenn sie vom „Blu“ zum Bahnhof wollen.

Hochstraßenbrücke wird ab Januar 2020 abgerissen

In einem dritten Abschnitt soll die Einmündung Heinrich-Mann-Allee neu sortiert werden. Um einen völligen Verkehrskollaps zu vermeiden, soll damit erst nach dem Abriss und Neubau der Hochstraßenbrücke der Nuthestraße L40 zwischen Friedrich-Engels-Straße und Babelsberg begonnen werden.

Ab dem 10. Januar 2020 wird der Verkehr auf der Nuthestraße in beide Richtungen nur noch einspurig geführt. Abriss und Neubau der Brückenkörper sind von Januar 2020 bis Ende 2023 geplant. Danach kommt die Heinrich-Mann-Allee an die Reihe.

Wichtige Änderungen sind die Verlegung des Tramgleises von der Straße auf die rechte Seite stadtauswärts. Stadteinwärts soll es künftig einen neuen Radweg geben.

Baumerhalt in Heinrich-Mann-Allee kein Problem für den Zeitplan

Für Aufsehen sorgten die Pläne zuletzt, weil das Rathaus auf Anfrage der Linken die Komplett-Fällung der Bäume auf beiden Seiten der Heinrich-Mann-Allee zwischen Leipziger Dreieck und Friedhofsgasse bekannt gegeben hatte. Laut Stadtverordenetenbeschluss sollen sie nun aber bleiben.

Auf den Zeitplan habe das keinen Einfluss, sagt Thomas Schenke, Rathaus-Bereichsleiter für Infrastruktur- und Straßenverwaltung. Einerseits gebe es den wegen der Hochstraßenbrücke ohnehin eingeplanten der Zeitpuffer.

Zudem befinde sich die Stadt zur Heinrich-Mann-Allee gerade im Planfeststellungsverfahren, der beschlossene Erhalt der Bäume werde nun als zusätzlicher Aspekt aufgenommen: „Bei Baumfällungen tun wir uns ja generell schwer“, sagt Schenke.

Generell hätte die anstehende Neuordnung des Verkehrs insbesondere mit der Straßenbahn-Wendeschleife bereits Ende der 1990er Jahre beim Bau des Potsdam-Centers und des Bahnhofsvorplatzes als zentraler Umsteigestelle für Bus, Bahn, Taxis und Tram bedacht werden können, sagt Schenke: „Das hätte man schon im Zuge des damaligen Hauptbahnhof-Umbaus machen können – hat man aber nicht“.

Von Volker Oelschläger

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