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Potsdam Leipziger Dreieck wird ab August umgebaut
Lokales Potsdam Leipziger Dreieck wird ab August umgebaut
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16:56 28.02.2018
Das Leipziger Dreieck ist Potsdams größter Verkehrsknotenpunkt. Quelle: Christel Köster
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Potsdam

Der Umbau des Leipziger Dreiecks beginnt im August mit Leitungsverlegungen in der Friedrich-Engels-Straße. Dies teilte die Verwaltung am Dienstag im Bauausschuss mit. Und: Entlang der Friedrich-Engels-Straße wird es vorerst nicht wieder eine Straßenbahntrasse gebaut – perspektivisch wäre dies aber möglich, hieß es als Antwort auf die Nachfrage von Wolfgang Schütt, dem sachkundigen Einwohner der CDU. Zu DDR-Zeiten hatte die Tramtrasse durch die Friedrich-Engels-Straße geführt.

Mehr als 50.000 Fahrzeuge nutzen die Kreuzung täglich

Die Umbauarbeiten werden das Gesicht des Bahnhofvorplatzes mitsamt der Umgebung komplett verändern. Das Leipziger Dreieck ist Potsdams größter Verkehrsknotenpunkt und derzeit noch ein riesiges Nadelöhr: Es ist nicht nur eine vierspurige Doppelkreuzung aus den Straßen Heinrich-Mann-Allee, Brauhausberg, Leipziger Straße und Friedrich-Engels-Straße, die Lange Brücke – eines der zwei Hauptnadelöhre der Insel Potsdam – grenzt direkt daran, ebenso der Hauptbahnhof mit seinen Tram- und Busverbindungen.

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Mehr als 50.000 Autos queren das Dreieck jeden Tag, mehr als 9000 Fahrräder und mehr als 36.000 Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln. Durch den Umbau soll die Tram eine Wendemöglichkeit in der Friedrich-Engels-Straße bekommen. Im Januar 2017 wurde ein Planungsbüro gefunden.

Die Baukosten betragen 24 Millionen Euro

Der konkrete Fahrplan für die Umbauarbeiten wurde am Dienstag im Ausschuss vorgestellt. Nach dem Start der Leitungsverlegungen in der Friedrich-Engels-Straße im August sollen diese Arbeiten im März 2019 abgeschlossen sein. Dann beginnt der Gleis- und Straßenbau an der Stelle. Parallel dazu nimmt man die Leitungsverlegungen und den Straßenbau am Brauhausberg in Angriff. Geplanter Fertigstellungstermin ist im Februar 2020.

Die Doppelkreuzung ist ein einziges Nadelör. Das wird während der Bauarbeiten eher noch schlimmer. Quelle: Bernd Gartenschläger

Im März 2020 folgen dann Leitungsverlegung sowie Gleisbau- und Straßenbau in der Heinrich-Mann-Allee. Baukosten: 24 Millionen Euro, wovon die Stadt elf Millionen trägt. Neben der Stadt sind auch noch die Energie und Wasser Potsdam GmbH und der Verkehrsbetrieb Potsdam an dem Projekt beteiligt.

Leipziger Straße wird wieder stadtauswärts freigegeben

Auf der Leipziger Straße wird nach dem Umbau die Einbahnstraße ab dem Persiusspeicher in umgekehrter Richtung ausgewiesen, so dass Autofahrer dann nur noch stadtauswärts fahren können. Dazu werden sie von der Langen Brücke zweispurig in die Leipziger Straße einfahren können. Derzeit muss man dort noch geradeaus fahren. Künftig führen zwei Spuren bis zum Persiusspeicher, dann geht es einspurig weiter. Bislang ist hinter dem Speicher die Fahrt zu Ende.

Wer aus Richtung Rehbrücke kommt, kann künftig am Brauhausberg und an der Leipziger Straße links abbiegen, auch das ist zurzeit nicht möglich und zwingt zu Umwegen. Die größte Entlastung verspricht sich indes der Verkehrsbetrieb, weil die Tram künftig nicht mehr das Leipziger Dreieck kreuzen muss, um in die Heinrich-Mann-Allee zu gelangen. Wann immer das nötig ist, müssen drei Richtungen komplett gesperrt werden.

Für die Gleistrasse muss Baurecht beantragt werden; ansonsten soll ein Planfeststellungsverfahren den Bauplan ersetzen. Nach Abschluss des Umbaus sollen auch Grünflächen mit Hochbeeten entstehen.

Lesen Sie hierzu: Was bringt das neue Jahr in Potsdam?

Von Ildiko Röd

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