Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Linke fordern Umweltzone für Potsdam
Lokales Potsdam Linke fordern Umweltzone für Potsdam
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:59 03.03.2018
Stau in der Zeppelinstraße. Quelle: Bernd Gartenschläger
Anzeige
Potsdam-West

Im Streit um die geplante Verengung der Zeppelinstraße hat die Landesregierung klar gemacht, dass die Stadt nicht das letzte Wort haben wird. Der wegen der hohen Schadstoffwerte vom bisherigen Verkehrsdezernenten Matthias Klipp (Grüne) angeschobene Umbau kann also nicht von der Stadt im Alleingang durchgezogen werden. In einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage des Potsdamer CDU-Landtagsabgeordneten Steeven Bretz heißt es, der Bund habe in Sachen Bundesstraße B1 das letzte Wort – er könne das Land per Weisung zum Eingreifen verpflichten.

Der Potsdamer Stadtverwaltung schauen außerdem Experten der Landesregierung auf die Finger und prüfen, ob Verkehrsberuhigungs-Maßnahmen zweckmäßig und rechtens sind.

Anzeige

Interessant ist auch die Einschätzung der Landesregierung, die Verkehrsbelastung auf der B1 sei „sowohl ein regionales als auch städtisches Thema“. Eine Lösung müsse den „Mobilitätsanspruch der Bürger“ berücksichtigen. Und: Dies habe so zu geschehen, dass die „Leichtigkeit des Verkehrs auf der Straße“ sichergestellt sei – allerdings „unter Berücksichtigung des Gesundheitsschutzes und von Umweltstandards“. Ein ordentlicher Batzen Verwaltungsdeutsch, den CDU-Mann Bretz so deutet: „Damit dürften so manche engstirnigen Pläne für die Zeppelinstraße vom Tisch sein.“ Er findet die Mitteilung „erfreulich“, weil die Ansprüche der Bürger berücksichtigt seien.

Die Linkspartei wiederum drängt auf eine Beibehaltung der jetzigen Fahrspuren. In einem neuen Antrag schlägt die Partei vor, ein elektronisches Anzeigesystem – vermutlich wie auf der Berliner Heerstraße – einzurichten. So ließen sich Staus vermeiden. Außerdem forderte die Fraktion eine Busspur von Potsdam nach Geltow, einen dichteren Bus-Takt sowie eine alternative Buslinie über Wildpark und Werder. Die Park & Ride-Situation müsse, so heißt es im Antrag, verbessert werden – am Bahnhof Pirschheide, in Golm und Rehbrücke. Dort sollten Autofahrer die Möglichkeit erhalten, ihr Parkticket auch als Fahrschein nutzen zu können. Die Einbeziehung Werders in die Tarifzone C gehört ebenfalls zu dem Linken-Vorstoß. Für Potsdam-West und die Innenstadt können sich die Linken eine Umweltzone vorstellen. Außerdem mahnen sie an, dass der Verkehrsbetrieb ViP seine schadstoffarmen Busse vermehrt auf der Strecke nach Westen einsetzt.

Von Ulrich Wangemann

Potsdam Umfrage zur Zufriedenheit der Anbieter in der Innenstadt - Potsdamer Händler fordern mehr Parkplätze
25.09.2015
Potsdam Deutsch-russische Gespräche - “Petersburger Dialog“ in Potsdam
22.09.2015
22.09.2015