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Potsdam Potsdamer Linke gegen Kompromiss mit Investor Tamax
Lokales Potsdam

Linke in Potsdam gegen Kompromisse mit Wohnungsbauinvestor Tamax

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08:24 16.09.2021
So will die Tamax auf dem Ex-Kleingartengelände in Babelsberg bauen.
So will die Tamax auf dem Ex-Kleingartengelände in Babelsberg bauen. Quelle: Nightnurse Images AG
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Babelsberg

Die Potsdamer Linken lehnen jeden Kompromiss zwischen der Stadt und dem Wohnungsbau-Investor Tamax ab. Der Kreisvorsitzende Roland Gehrmann erklärte am Donnerstag, der „katastrophale Umgang der Tamax mit der Kleingartensparte Angergrund“ werde nachträglich legitimiert, falls die Veränderungssperre aufgeben sollte, die über dem Gebiet liegt und eine Bebauung verhindert. Tamax will dort 650 Wohnungen errichten und hat die Sparte im Jahr 2019 räumen lassen. Von 24 Parzellen blieben nur sechs auf einem Inselstück, das der Tamax nicht gehört.

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Der Baubeigeordnete Bernd Rubelt müsse die Interessen der Potsdamer nach Kleingartenflächen wahren, so Gehrmann, und dazu gehöre, diese gegen die Profitinteressen der Tamax und ihrer Kanzleien zu schützen: „Ein Deal mit der Tamax würde die Zerstörung von Kleingärten zur Schaffung von Bauland zum Model erheben. Das ist nicht akzeptabel und muss verhindert werden!“

Gegenüber der MAZ hat sich Rubelt offen für einen Kompromiss gezeigt – und damit für eine mindestens teilweise Bebauung der einstigen Sparte: „Ich halte es für richtig, mit Tamax zu sprechen. Mal schauen, welche Ergebnisse das bringt. Wir haben damals die Gespräche abgebrochen, weil die Zustimmung zum Baulandmodell nicht möglich war. Diese Hürde ist nicht verschwunden. Die Tamax muss auf uns zukommen. Dann reden wir über das Maß der Bebauung.“

Von maz-online/rai