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Potsdam Potsdams Linke will neuen Vorstoß für ICE-Halt unternehmen
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19:03 02.02.2020
Kein ICE in Potsdam: Die Linken-Fraktion im Stadthaus will einmal mehr versuchen, das zu ändern. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

Die Potsdamer Linken wollen offenbar einen erneuten Vorstoß unternehmen, um die Landeshauptstadt wieder ans Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn anzuschließen. Das kündigte der Linken-Stadtverordnete Ralf Jäkel am Sonntag beim Rathausreport der Stadtfraktion an. In der Veranstaltungsreihe informieren die Stadtpolitiker der Linken regelmäßig über ihre Politik und die aktuellen Entwicklungen im Potsdamer Rathaus.

Er wolle, so Ralf Jäkel, mit Hilfe der neuen rot-schwarz-grünen Brandenburger Landesregierung erreichen, dass Potsdam wieder mit dem ICE erreichbar sei. „Dieser Zustand ist nicht haltbar, wir sind wohl die einzige Landeshauptstadt ohne ICE-Halt“, sagte er. Sein Wunsch seien wenigstens vier Halte pro Tag in der Stadt.

Umweg über Berlin ist Pflicht

Dass Potsdam schon seit vielen Jahren kein ICE-Bahnhof mehr ist, wird seitens der Stadtpolitik immer wieder scharf kritisiert. Nur nachts hält noch ein einziger Schnellzug in der Woche hier. Zum Fahrplanwechsel 2006 wurde das letzte am Tag fahrende ICE-Paar abgezogen, Potsdamer müssen seitdem immer erst den Umweg nach Berlin in Kauf nehmen, wenn sie mit den Schnellzügen fahren wollen. Gleichzeitig müssen Besucher der Stadt mit der Regionalbahn oder den Zügen der S-Bahn nach Potsdam reisen. Der Grund dafür liegt in der Streckenplanung der Deutschen Bahn: Alle ICE-Züge zwischen Berlin und den westlichen Bundesländern fahren auf der nördlich von Potsdam liegenden Schnellfahrstrecke Berlin-Hannover. Die Route über Potsdam und Magdeburg, die bei einem Halt in der Landeshauptstadt genutzt werden müsste, ist deutlich langsamer. Je nach Tageszeit sind Reisende auf dieser Strecke 40 bis 80 Minuten länger unterwegs als auf der Schnellroute.

Die Stadtverwaltung, die Politik und weite Teile der Bevölkerung dürfte Jäkel bei seinem Vorstoß hinter sich wissen. Eine Stadtsprecherin hatte 2018, als ebenfalls ein Versuch unternommen worden war, Potsdam wieder ans ICE-Netz anzubinden, gesagt, es sei „nicht nachvollziehbar, dass Potsdam als Landeshauptstadt und wachsende Stadt bei der ICE-Anbindung außen vorgelassen wird.“ Sowohl der Hauptbahnhof als auch die Bahnsteige seien „extra so gebaut worden, dass ein Anfahren und Halten von ICE-Zügen möglich ist.“ Potsdam wachse und werde weiter wachsen und als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort noch mehr an Bedeutung gewinnen; da sei eine attraktive und umweltfreundliche Alternative zum Autoverkehr überaus wichtig. Im vergangenen Jahr hatte dann die CDU-Landtagsfraktion – damals noch in der Opposition – der Landesregirung vorgeworfen, nicht genug in dieser Sache zu unternehmen. „Provinziell“ sei der Zustand, hatte der Potsdamer Landtagsabgeordnete Steeven Bretz geschimpft. Zu diesem Zeitpunkt war die Linke noch Teil der Regierung, jetzt sitzt sie ihrerseits in der Opposition und CDU und Grüne regieren mit der SPD.

Von Saskia Kirf

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