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00:18 29.01.2019
MAZ-Chefredakteurin Hannah Suppa liest im Newsroom den zweiten Teil der Kurzgeschichte „Perpetuum mobile“ von Terézia Mora. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Es war diesmal nicht die harte Nachricht, sondern eher eine melancholische Botschaft, die Chefredakteurin Hannah Suppa ihren etwa 20 Zuhörern am Samstag im Newsroom der Märkischen Allgemeinen Zeitung nahe brachte. In der Aktion „Potsdam liest ein Buch“ des Hans-Otto-Theaters (HOT) Potsdam beendete sie die Kurzgeschichte „Perpetuum mobile“ aus dem aktuellen Sammelband „Liebe unter Aliens“ der Autorin Terézia Mora. Den ersten Teil hatte vor einigen Tagen die frühere Lehrerin Marlies Zölfl in der Zweigbibliothek Waldstadt gelesen.

In der Aktion „Potsdam liest ein Buch“ wählten mehr als 1000 Leser Therézia Moras Kurzgeschichtensammlung „Liebe unter Aliens“ aus. Quelle: Jan Russezki

Um (wieder) in die Geschichte einsteigen zu können, erinnerte Anne Lambrecht vom HOT kurz an das Vorgeschehen um den Sanitäter Tom, der eine Todesanzeige seines besten Kindheitsfreundes zugeschickt bekommt, nachdem dessen Beerdigung längst erfolgt ist. Tom beschließt, sich das Grab von der jüngsten Schwester seines Freundes zeigen zu lassen. Er wartet am Eingang jenes Friedhofes auf sie, auf dem die beiden Jungen einst Blumen und Kerzen von anderen Gräbern gemopst und auf die Gräber der verstorbenen Geschwister des Freundes gelegt hatten, bis sie erwischt wurden und ihre Freundschaft endete.

Die nächsten Termine und Leseorte

Dienstag, 29. Januar: 11 Uhr – Potsdam-Zimmer des Inselhotels Hermannswerder. Elena Iris Fichtner, Mitarbeiterin des Hans Otto Theaters, liest „Verliefen sich im Wald“. Anmeldung unter 0331/9 81 18 oder kasse@hansottotheater.de. Treffpunkt ist der Haupteingang des Inselhotels, Hermannswerder 30.  

Donnerstag, 31. Januar: 18 Uhr – Rechenzentrum, Dortustraße 46. Mehrere Rechenzentrum-Künstler lesen an verschieden Orten „Ella Lamb in Mullingar“ und laden zu einem szenischen Spaziergang durch das Rechenzentrum ein. Dauer etwa 90 Minuten.

Hannah Suppa liest das Ende der Geschichte, in der der Sanitäter Tom all seine Sehnsucht nach menschlicher Wärme auf die Begegnung mit der Schwester setzt, die er allerdings nie zuvor gesehen hat. Es wird jedoch eine Begegnung, die ihn ganz und gar befremdet zurücklässt. Die Atmosphäre im Raum wirkt leicht bedrückend und passt zum nassgrauen Wetter vor den Fenstern. In den kurzen Pausen, die die MAZ-Chefin zuweilen lässt, können die Zuhörer ihr Kopfkino auf die folgende Metapher vorbereiten. Hannah Suppa will ihre Gäste aber nicht mit beklemmendem Gefühl entlassen. Der anschließende Rundgang durch den Newsroom und ein kurzer Blick in die Druckerei holt die Besucher schnell aus der Bedrückung zurück.

Sollte unbedingt wiederholt werden

„Solch eine Aktion sollte unbedingt wiederholt werden“, sagen Karin und Johannes Petz aus Michendorf. Ihnen hat die Lesung „super“ gefallen. Sie wollen jetzt das ganze Buch lesen. Auch Sigrid Ramm aus Potsdam hat sich bei „Potsdam liest ein Buch“ schon eine andere Kurzgeschichte angehört. Sie fand jedesmal die Orte spannend, an denen vorgelesen wurde.

Von Heinz Helwig

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