Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam So arbeitet das Büro Kindermut
Lokales Potsdam So arbeitet das Büro Kindermut
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:43 26.11.2018
Franziska Löffler von der Potsdamer Awo. Quelle: Foto: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Der Potsdamer Bezirksverband der Awo kämpft gegen Kinderarmut, seit August hat der Wohlfahrtsverband das Büro Kindermut eingerichtet, das diesen Kampf unterstützt. Die MAZ sammelt in der Aktion Sterntaler Spenden für das Büro. Dessen Leiterin Franziska Löffler erklärt, wie sie Familien in Not hilft.

Franziska Löffler, Sie sind die Leiterin des Büros Kindermut der Awo. Wie sieht Ihre konkrete Arbeit dort aus?

Ich bin die Koordinatorin des Projekts und organisiere die Projekte, die wir unter dem Dach des Büros Kindermut durchführen. Wir sind in den verschiedenen Potsdamer Stadtteilen unterwegs, im Moment vor allem im Süden. Dort haben wir Kooperationen mit Einrichtungen wie Kitas und Eltern-Kind-Zentren, in denen wir arbeiten. Wir sind für Menschen da, die Fragen haben, wir begleiten diese Menschen auf ihrem Weg zu Leistungen, die ihnen zustehen. Dazu gehören Mittel wie der Kinderzuschlag oder aus dem Bildungs- und Teilhabe-Paket.

Bei der Aktion Sterntaler sammelt die MAZ immer zu Weihnachten Geld für wohltätige Zwecke. Quelle: Friedrich Bungert

Nun können aber diese Fördermöglichkeiten auch nicht alles auffangen.

Richtig. Deshalb suchen wir individuell nach Lösungen. Wir vermitteln Paten oder Spender, die dann die Dinge zur Verfügung stellen, welche nicht gefördert werden. Vor allem aber geht es uns darum, die staatlichen Mittel so abzurufen, wie sie gedacht sind. Erst danach geht es um andere Töpfe.

Genau da kommen die
MAZ-Leser ins Spiel
, die bei der Aktion Sterntaler für das Büro Kindermut spenden. Was passiert denn mit dem eingenommenen Geld, können das bedürftige Familien bei Ihnen beantragen?

Es ist nicht so, dass man uns anruft und sagt, man brauche jetzt 200 Euro. Wir zahlen kein Geld aus, sondern Sachleistungen. Wenn ein Kind zum Beispiel keinen Schwimmkurs machen kann, weil das Geld nicht da ist, dann suchen wir einen Platz für das Kind und kümmern uns um die Finanzierung. Genauso läuft es bei den Schulmaterialien. Hier haben wir Kontakt zu Sozialarbeitern und den Direktoren, die ganz genau wissen, wer wirklich etwas braucht.

Sie bieten außerdem Stadtteilfrühstücke an.

Zu denen jeder einfach hinkommen kann, dort gibt es gratis ein gesundes Frühstück und die ganz niederschwellige Möglichkeit, sich beraten zu lassen. Da kann man einfach mal nachfragen, wenn man die Sportsachen für die Kinder nicht Bezahlen kann, welche Möglichkeiten es noch gibt. Wir helfen dann, Anträge zu stellen, oder schauen gemeinsam, woher wir sonst Mittel bekommen.

Sie bilden also die Rückfallposition?

Zuerst wollen wir die Familien befähigen, selbst die finanziellen Sorgen zu überwinden. Wenn das nicht funktioniert, kommen wir ins Spiel. Wir richten vom Spendengeld Kontingente ein, die wir dann zur Verfügung stellen können, wenn nichts anderes mehr möglich ist.

Von Saskia Kirf

Die Weihnachtszeit in Potsdam hat begonnen: Der traditionelle Weihnachtsmarkt „Blauer Lichterglanz“ in der Brandenburger Straße ist eröffnet. Zum Start gab es eine leckere Tradition.

26.11.2018

Wegen eines Polizeieinsatzes am Montagnachmittag fielen Züge der S-Bahn auf der Linie S7 von Potsdam nach Berlin aus.

26.11.2018

Im Waldstadt-Center haben drei Männer drei Jugendliche angegriffen und zwei von ihnen ausgeraubt. Sie stahlen die Handys und Bargeld. Die Polizei sucht Zeugen der Tat.

26.11.2018