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Potsdam Macht die Post im Sterncenter dicht?
Lokales Potsdam Macht die Post im Sterncenter dicht?
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00:23 26.06.2019
Die Poststelle des Potsdamer Stern-Centers im Zeitungs-Tabak-Shop soll zum Monatsende schließen. Quelle: Bernd Gartenschläger
Am Stern

Die Post-Partnerfiliale im Stern-Center, die in dem zur Valora-Kette gehörenden „Cigo-Shop“ beheimatet war, macht vermutlich ab Ende Juni dicht. Der Grund: Der Betreiber des Ladens, der auch Zeitungen und Tabakwaren im Sortiment hat, hat die Zusammenarbeit mit der Post beendet.

„Wir können bestätigen, dass unser Kooperationspartner im Sterncenter den Vertrag zu Ende Juni gekündigt hat“, erklärte Hans-Christian Mennenga, Leiter der Pressestelle Nord der Deutschen Post in Berlin, am Freitag auf MAZ-Anfrage.

Zukunft noch unklar

Wie es danach weitergeht, ist noch unklar, so Mennenga weiter: „Zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht auszuschließen, dass wir keinen nahtlosen Anschluss haben.“

Wer dann also einen eingeschriebenen Brief oder ein Paket aufgeben will, schaut im Sterncenter vermutlich erst mal durch die Finger und muss woanders hin – zum Beispiel zur nächstgelegenen Postfiliale im Geschäft „Blumenwiese“ an der Konrad-Wolf-Allee. Wer einen Paketshop braucht, würde dann im Umfeld am ehesten bei der Tankstelle in der Neuendorfer Straße 39 oder am Johannes-Kepler-Platz fündig.

Klar ist aber auch: Die Post will vor Ort bleiben. Ob im Sterncenter selbst oder in der Nähe, steht jedoch noch nicht fest. „Wir sind dabei, einen geeigneten Standort im Umfeld zu finden, um dort auch weiterhin Postdienstleistungen anzubieten“, betont Sprecher Mennenga.

Hans-Jürgen Scharfenberg (Linke). Quelle: promo

Eine sogenannte Interimsfiliale, bei der die Post selbst vorübergehend als Notbehelf Mitarbeiter einstellt, sei allerdings in diesem Fall nicht geplant. Stattdessen führe man Gespräche mit Kooperationspartnern. „Wir sind optimistisch, hier ein Angebot für unsere Kunden sicherstellen zu können.“

Ein Partner muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen – etwa ein geeignetes Ladenlokal mit genügend Lagerkapazität, Gewerbeschein, Bonität und ein polizeiliches Führungszeugnis, so Mennenga: „Grundsätzlich muss ein neuer Standort eine für unsere Kunden sinnvolle Ergänzung in unserem Partnernetz darstellen.“ Im konkreten Fall arbeite man „mit Hochdruck“ an einer Kooperation.

Stadt soll Poststelle erhalten

Linken-Politiker Hans-Jürgen Scharfenberg hat sich bereits seit einiger Zeit für den Erhalt des Postfilialstandortes im Sterncenter auf die Fahnen geschrieben. Wie berichtet, hatte bereits im Mai die angekündigte Schließung der Post-Partnerfiliale die Stadtpolitik alarmiert. Die Linke bat Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) daraufhin per Dringlichkeitsantrag, „mit den Mitteln und Möglichkeiten der Stadt den Erhalt einer Poststelle im Sterncenter zu unterstützen“.

Schon zuvor hatte eine Post-Sprecherin auf MAZ-Anfrage bestätigt, dass eine Kündigung für Ende Juni vorliegt. Die Post werde „zeitnah alle Optionen überprüfen“, um die Versorgung der Kunden im Umkreis nahtlos sicherzustellen, versicherte sie im Februar.

Scharfenberg kämpft für Lösung

Am Donnerstag hat sich Scharfenberg nun zu einem Gespräch mit Vertretern der Deutschen Post, des Center-Managements und der städtischen Wirtschaftsförderung getroffen, um die Interessen der Bewohner der Stadtteile Stern, Drewitz und Kirchsteigfeld zu wahren: „Die Post muss im Sterncenter bleiben – das ist der zentrale Punkt, da wohnen 30 000 Menschen drumherum.“ Die Post sei „in Verantwortung, dass diese Leistungen erbracht werden“.

Scharfenberg dringt darauf, dass innerhalb der nächsten Woche – sprich: bis zum Auslaufen des Vertrags zwischen der Deutschen Post und der Valora-Kette – doch noch eine Vertragsverlängerung am aktuellen Standort zustande kommt.

Bekanntlich ist die Geschichte der Post im Sterncenter eine voller Zitterpartien. Bereits 2017 schloss das Postbank-Finanzcenter seine Pforten. Wegen Umbauarbeiten für die Post-Partnerfiliale mussten die Besucher des Einkaufszentrums dann sogar einige Zeit ganz auf den Service verzichten. Bereits damals schlug dies Wellen in der Stadtpolitik.

Von Ildiko Röd

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