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Potsdam Mahnwache gegen Schießplatz bei Krampnitz
Lokales Potsdam Mahnwache gegen Schießplatz bei Krampnitz
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00:30 13.02.2015
Schild nahe der Bundesstraße 2 an einem Eingang zum Standortübungsplatz.
Schild nahe der Bundesstraße 2 an einem Eingang zum Standortübungsplatz. Quelle: Christel Köster
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Potsdam

Die Teilnehmer der traditionellen Montagsmahnwache wechseln ins Wochenende und vom Steubenplatz am Landtagsschloss aufs flache Land: Am Sonnabend um 13 Uhr soll an der Bundesstraße 2 auf dem Parkplatz am Eingang zum Naturpark Döberitzer Heide gegen die Pläne der Bundeswehr protestiert werden, die den nahen Übungsplatzes zu einer zentralen „Sammelstandortschießanlage“ für sechs Kasernen in Berlin und Brandenburg ausbauen will. Angekündigt ist eine „Großkundgebung ... gegen diesen Ausbau und den Weiterbetrieb in der Gemarkung Potsdam“.

Wie berichtet, soll auf dem zwischen Krampnitz und Groß Glienicke gelegenen Übungsgelände zwischen 2017 und 2021 für mehr als 14 Millionen Euro eine moderne Schießanlage unter freiem Himmel für Handfeuerwaffen von der Pistole bis zum Maschinengewehr entstehen. In Nachbargemeinden wie Dallgow-Döberitz und bei der Heinz-Sielmann-Stiftung sorgte das Projekt bereits für heftige Ablehnung. Die Landeshauptstadt hingegen, die das benachbarte Gelände der Krampnitzer Kaserne mit 350 Millionen Euro zu einem Wohngebiet für 3800 Einwohner entwickeln will, reagierte ebenso überrascht wie betont gelassen auf die von der MAZ veröffentlichten Pläne. „Da uns das konkrete Vorhaben nicht bekannt ist, werden wir auch nicht über mögliche Auswirkungen spekulieren“, erklärte Rathaussprecher Jan Brunzlow. Bert Nicke, Geschäftsführer des für Krampnitz zuständigen Entwicklungsträgers Potsdam, sagte in einem Pressegespräch: „Wir haben den gleichen Kenntnisstand wie die Stadt, nämlich keinen.“ Er habe allerdings „zur Kenntnis genommen, dass es ein Lärmgutachten geben wird“.

Die Ergebnisse des schallschutzrechtlichen Gutachtens, das laut Landesregierung am 12. Dezember 2014 in Auftrag gegeben wurde, werden im zweiten Quartal dieses Jahres erwartet, so Ingrid Mattern vom zuständigen Finanzministerium.

Nach Angaben von Annette Spengler, Sprecherin des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr, Annette Spengler, ist die zentrale Lage ein wesentliches Kriterium für Sammelstandortschießanlagen. „Sie sollen in angemessener Zeit erreichbar sein.“

Von Volker Oelschläger

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