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Potsdam Maria Schultz wird Leiterin der Gedenkstätte Lindenstraße
Lokales Potsdam

Maria Schultz wird Leiterin der Gedenkstätte Lindenstraße

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11:11 30.04.2021
Maria Schultz wird ab 1. Juni 2021 die Gedenkstätte Lindenstraße in Potsdam leiten.
Maria Schultz wird ab 1. Juni 2021 die Gedenkstätte Lindenstraße in Potsdam leiten. Quelle: privat/LH Potsdam
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Potsdam

Die Gedenkstätte Lindenstraße hat ab Juni eine neue Leiterin: Wie die Stadt diese woche mitteilte wird die Potsdamer Historikerin Maria Schultz ab 1. Juni die Leitung der Gedenkstätte übernehmen. Sie sei durch den Stiftungsrat der Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße auf Vorschlag einer für das Bewerbungsverfahren eingesetzten Expertenkommission berufen worden.

„Die Gerichts- und Gefängnisgebäude in der Lindenstraße sind ein besonderer Ort der Gewalt und der mehrfachen Vergangenheit, aber auch des demokratischen Aufbruchs im Jahr 1989“, sagt Schultz. „Ich freue mich darauf, gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gedenkstätte, den Vertreterinnen und Vertretern der ehemaligen Häftlinge, der Fördergemeinschaft und den Gremien die Gedenkstätte weiterzuentwickeln.“

Schultz ist Historikerin und Kulturwissenschaftlerin

Maria Schultz, 1978 in Königs Wusterhausen geboren, ist laut Angaben der Stadt studierte Historikerin und Kulturwissenschaftlerin. Von 2009 bis 2019 war sie für die Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Kuratorin, als Bildungsreferentin sowie ein Jahr lang als kommissarische Leiterin tätig.

Im September 2019 übernahm Maria Schultz die Leitung des Dauerausstellungsprojektes der Stiftung Garnisonkirche Potsdam. Sie publizierte zum sowjetischen Untersuchungsgefängnis Leistikowstraße, zu Biografien und zur Erinnerungskultur in verschiedenen Fachzeitschriften und Sammelbänden. Viel Beachtung fand laut Stadt das von ihr mit herausgegebene Buch über die Häftlingsinschriften im Gefängnis Leistikowstraße.

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Schultz lebt in Potsdam

Wie die Stadt mitteilte, ist Maria Schultz Mitglied in Berufsverbänden und engagiert sich in ihrer Freizeit in verschiedenen Vereinen. Im Sommer 2019 hat sie ehrenamtlich die Ausstellung im Alexanderhaus in Groß Glienicke kuratiert. Sie lebt mit ihrer Familie in Potsdam.

„Ich freue mich sehr, dass wir Maria Schultz als neue Gedenkstättenleiterin gewinnen konnten“, sagt Stiftungsratsvorsitzende und Fachbereichsleiterin für Kultur und Museum Birgit-Katharine Seemann. „Sie verfügt über langjährige berufliche Erfahrung in der Gedenkstättenarbeit, ist eine versierte Ausstellungsmacherin und sehr vertraut im Umgang mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. Ich freue mich auf die gemeinsame Zusammenarbeit.“

Zugleich dankt sie Jenny Pöller als Interimsvorstand der Stiftung für ihr Engagement und Amélie zu Eulenburg, die neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit in der Einrichtung derzeit die Gedenkstätte kommissarisch führt, für ihren Einsatz.

Von MAZonline