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Potsdam Nach Massenkündigung in Potsdam: Klinikum will Senioren helfen
Lokales Potsdam

Massenkündigung in Josephinen-Wohnanlage Potsdam: Klinikum hilft Senioren

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13:57 04.11.2021
Die Josephinen-Wohnanlage in Potsdam.
Die Josephinen-Wohnanlage in Potsdam. Quelle: Julius Frick
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Potsdam

Die Welle der Hilfsbereitschaft für die gekündigten Bewohnerinnen und Bewohner der Josephinen-Wohnanlage in der Landeshauptstadt Potsdam setzt sich fort: Auch das kommunale Ernst-von-Bergmann-Klinikum bietet den zumeist hochbetagten Senioren, die binnen der nächsten drei Monate ihr Domizil in der Burgstraße verlassen müssen, Unterstützung an.

Hotline für Mieter der Josephinen-Wohnanlage

„Wir schalten ab heute eine Hotline für die Betroffenen frei, um ihnen Angebote zum Beispiel für Pflege zu machen“, sagt Klinik-Chef Hans-Ulrich Schmidt. Neue Unterkünfte könne das Klinikum den Mieterinnen und Mietern zwar nicht bereitstellen, „aber wir können verschiedene Dienstleistungen anbieten – vom Essen über die Pflege bis zum Hausmeister-Service.“

Für die Kündigung der Bewohnerinnen und Bewohner hat Schmidt keinerlei Verständnis. „So ein Verhalten gegenüber Menschen, die auf Betreuung angewiesen sind, kann ich nicht verstehen.“

Die Hotline für die Bewohner und ihre Angehörigen ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr zu erreichen. Die Nummer: 0331 / 241 340 55. Auch per E-Mail können sich die gekündigten Mieter und ihre Familien an das Klinikum wenden. Die Adresse dafür lautet: info@klinikumevb.de 

Radikales Aus mit Bauarbeiten begründet

Wie berichtet, hat der Betreiber der Josephinen-Wohnanlage sämtlichen Bewohnern in der vergangenen Woche überraschend gekündigt. Die Soziale Grundbesitzgesellschaft (SGG) Potsdam, eine Tochter der MK-Kliniken AG aus Hamburg, begründet das radikale Aus mit brachliegenden Bauarbeiten in einem Teil des Wohnblocks. „Die Beendigung der Arbeiten ist nicht absehbar“, schreibt der SSG-Geschäftsführer im Kündigungsschreiben. Daher könne man die den Bewohnern auch die angebotenen Dienstleistungen „weder aktuell noch in absehbarer Zukunft zu wirtschaftlichen vertretbaren Konditionen in einer Weise erbringen, die sowohl den Qualitätsstandards entsprechen, als auch den Vorsorge- und Schutzstandards.“

Von Anna Sprockhoff und Nadine Fabian