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Potsdam Die Mauer war ein „Betonscheusal“ – Gedenken am Griebnitzsee
Lokales Potsdam Die Mauer war ein „Betonscheusal“ – Gedenken am Griebnitzsee
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16:38 09.11.2019
V.l.: Die Schüler Amadéu Cossart, Cora Bultmann gedenken zusammen mit OB Mike Schubert, Manfred Kruczek und Michael Körner des Mauerfalls Quelle: Varvara Smirnova
Babelsberg

„Fast unscheinbar“ seien die Überreste der Mauer am Griebnitzsee in der Stubenrauchstraße. Beinahe könnte man an diesem „letzten Stück Betonscheusal“ vorbeilaufen. Dabei, so Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) solle nicht in Vergessenheit geraden „wie viel Trauer, Sorge und Elend die Trennung über uns gebracht hat“.

Er war am Samstagmittag zur Gedenkveranstaltung des „Forum zur kritischen Auseinandersetzung mit DDR-Geschichte im Land Brandenburg“ anlässlich des 30. Jubiläums des Mauerfalls erschienen.

Verschiedene Generationen anwesend

Besonders freue ihn, dass er in der Runde von etwa 35 Leuten viele „Aktive“ von 1989 erkenne. Jene Menschen hätten damals enormen Mut aufbringen müssen. Auch erfreue ihn, dass viele junge Leute erschienen seien. Schüler des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums hatten im Sommer eine Projektarbeit zum geteilten Deutschland unternommen und waren bei der Gedenkveranstaltung ebenfalls dabei.

OB Mike Schubert (r.) bei seiner Rede angesichts des Gedenkens Quelle: Varvara Smirnova

Manfred Kruczek, Vorstand des Forums: „Es ist wichtig, dass die heutige Generation die Wirklichkeit und die Schrecken einer Diktatur kennt“. So könnten junge Menschen begreifen, was es bedeute, in einer Demokratie zu leben.

Von Johanna Apel

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