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Potsdam Klein Glienicke im Zeichen des Mauerfalls
Lokales Potsdam Klein Glienicke im Zeichen des Mauerfalls
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18:40 09.11.2019
Marie Kogge vom Bürgerverein führt durch Klein Glienicke Quelle: Johanna Apel
Klein Glienicke

An wenigen Orten Deutschlands ist die deutsche Teilung wohl so greifbar wie in der ehemaligen DDR-Exklave Klein Glienicke. Angesichts des 30. Jahrestags des Mauerfalls gedachte der Bürgerverein Klein-Glienicke e.V. am Samstagnachmittag dieses Jubiläums.

Mit dabei: Der Fotograf Klaus Fahlbusch. Im Kammermusiksaal des Havelschlösschens präsentierte er ab 15 Uhr seine Bilder. Die Fotografien zeigen die Mauer und das Leben im sich verändernden Deutschland um 1990. „Ein kleines Zeitfenster“ von 14 Tagen habe er damals ausgenutzt, um ungestört Bilder von der Mauer zu machen, erklärt Fahlbusch. Davor und danach sei dies nicht uneingeschränkt möglich gewesen.

Rundgang entlang der Mauer

Seine Bilder waren auch Teil des Rundgangs, der gegen 16 Uhr startete. Entlang der ehemaligen Mauer waren Pfähle mit Fotografien aufgestellt. Diese zeigten die entsprechende Stellen, wie sie zu Mauerzeiten aussahen. Marie Kogge vom Bürgerverein führte die Interessierten und erzählte Zeitzeugengeschichten, etwa von der Flucht zweier Familien durch einen Tunnel.

Eine kleine Besonderheit des Rundgangs: Beleuchtete Ballons an allen markanten Eckpunkten. Die Illuminationen entlang der ehemaligen Mauer wiesen den Weg.

Die Fotografien an den Pfählen ermöglichen einen Vorher-Nachher-Vergleich Quelle: Johanna Apel

Die Pfähle, so Catrin Röcker vom Bürgerverein, sollen noch mindestens bis Ende des Jahres die Straßen Klein Glienickes zieren. Neben den Fotografien können mithilfe von QR-Codes auch Zeitzeugenberichte abgerufen werden. Am Sonntag, 10. November, wird der Kammermusiksaal von 11 bis 19 Uhr noch einmal seine Pforten für Interessierte öffnen.

Von Johanna Apel

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