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Potsdam Mehr Geld für das Schulfrühstück und Kultur
Lokales Potsdam Mehr Geld für das Schulfrühstück und Kultur
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19:40 28.01.2018
Die Bockwindmühle in Fahrland soll nach dem Willen der SPD auch etwas vom Finanz-Kuchen abbekommen. Quelle: Bungert
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Potsdam

Der Rubel rollt – oder auch nicht. Derzeit werden wieder die Wunschzettel für den Doppelhaushalt 2018/19 formuliert. Am Wochenende war die SPD-Fraktion dran. Bei einer Haushaltsklausur habe man sich auf einen Zehn-Punkte-Beschluss geeinigt, erklärte Fraktionschef Pete Heuer gestern: „Schwerpunkt sind soziale Anliegen, die aber finanziell durch den Haushalt gedeckt sind.“ Der Beschluss soll die Grundlage für Änderungs- und Begleitanträge zum Haushalt sein. Die MAZ gibt einen Überblick.


Für die Erweiterung des Frühstücksangebotes in den Schulen sollen zusätzlich 200 000 Euro bereitgestellt werden

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In der Waldstadt soll es 75 000 Euro mehr für Stadtteilarbeit geben.


Die Potsdamer Mitte soll ein gemeinsames Kulturmanagement bekommen – analog zum Standortmanagement Schiffbauergasse. Nicht nur die konzeptionelle Arbeit, sondern auch die anschließende Umsetzung sollen finanziert werden.


Das parteiübergreifende Projekt „Frauenwahllokal“ mit einer Veranstaltungsreihe zum hundertjährigen Bestehen des Frauenwahlrechtes soll mit 20 000 Euro unterstützt werden.


Das kommunale Plus-Programm für Schulsozialarbeit soll um 100 000 Euro verstärkt werden. Geldsegen auch für das neue Projekt „Stadtteilmütter“ des Autonomen Frauenzentrums. Hier ist eine Unterstützung mit 127 000 Euro geplant.


50 000 Euro für den Kultür-Verein. Er gibt Menschen mit kleinem Geldbeutel die Möglichkeit, am kulturellen und gesellschaftlichen Leben teilzunehmen – dank Gratis-Vermittlung nicht-verkaufter Tickets. Annäherung an gerechte Löhne bei den freien Kulturträgern Fabrik, T-Werk, Waschhaus – das Anliegen soll mit insgesamt 63 000 Euro forciert werden. Die Teilprojektförderung des Seniorenbeirates soll verstetigt und dem Migranten- und Behindertenbeirat gleichgestellt werden.

Ein Batzen ist für die Aufbesserung von Budgets diverser Kultur- und Sporteinrichtungen angedacht: Die Musik an der Erlöserkirche soll 81 000 Euro mehr bekommen, das Kunsthaus „sans titre“ zusätzliche 43 000 Euro, das Kulturhaus Babelsberg 44 000 Euro mehr. 8000 Euro obendrauf gibt es für die Weberstube Babelsberg; satte 80 000 Euro für Sportförderung. Die Medienwerkstatt soll sogar 108 000 Euro mehr kriegen. Mehr Personal soll es für die Verwaltung angesichts der geänderten Bevölkerungsprognose geben. Ziel: Die Motivation der Beschäftigten steigern; weniger Krankenstände.

Frei werdende kommunale Investitionsmittel sollen auch für wettkampftauglichen Ausbau von Schulsportanlagen verwendet werden.

Die Bockwindmühle in Fahrland und der Spielplatz in Uetz sollen aus Mitteln für die Strategieplanung im Ländlichen Raum finanziert werden.

Im Baudezernat will man die Priorisierung der Vorhaben in den Bereichen Straßen und Gehwege auf den Prüfstand stellen. So soll der Ausbau von kleinen Gemeindestraßen in dörflich geprägten Wohngebieten sparsamer ausfallen – zugunsten „vordringlicher Maßnahmen wie im Schlaatz, der Innenstadt, Fahrland und Groß Glienicke“ sowie der Unterhaltung von Gehwegen.

Von Ildiko Röd

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