Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Mehr kranke Mitarbeiter im Potsdamer Rathaus
Lokales Potsdam Mehr kranke Mitarbeiter im Potsdamer Rathaus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:56 07.08.2019
Das Potsdamer Rathaus. Quelle: Peter Degener
Potsdam

Die Zahl der durchschnittlichen Krankheitstage der Potsdamer Rathausmitarbeiter ist im ersten Halbjahr 2019 weiter gestiegen. Nach Informationen der Verwaltung stieg die krankheitsbedingte Abwesenheit im Vergleich zum Vorjahr im ersten Quartal von neun auf 9,2 Tage und im zweiten Quartal von 7,5 auf 7,6 Tage. Derzeit gibt es zudem Überlastungsanzeigen, die insgesamt 137 der rund 2300 Mitarbeiter der Verwaltung betreffen – das entspricht sechs Prozent des Personals.

Überlastet sind das Bau- und das Jugendamt, sowie der Personalbereich

Von Überlastung betroffen seien vor allem das Jugendamt, die Bußgeldstelle, der neue Fachbereich Bildung, Jugend und Sport, sowie die Personalabteilung selbst, sagte Jürgen Schneider, Fachbereichsleiter für das Rathauspersonal. Er rechnet damit, dass noch in diesem Monat eine Dienstvereinbarung mit dem Personalrat abgeschlossen wird, in der Verbesserungen und neue Verfahren festgeschrieben werden.

Jürgen Schneider, Fachbereichsleiter Personal und Organisation der Landeshauptstadt Potsdam Quelle: Peter Degener

Die Zahl der offenen Stellen sei innerhalb der letzten Monate von etwa 350 auf rund 300 gesunken, sagte Schneider. Seit Juli werden auch die ersten Posten aus dem 120-Stellen-Paket besetzt, die Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) gefordert hatte. Rund 400 Stellen sollen im Jahr 2019 neu besetzt werden. Großen Personalbedarf gibt es im Jugendamt, im Bauamt für die Arbeit am Krampnitz-Projekt, sowie im Bereich E-Government und Digitalisierung.

Landesregierung sieht keinen Grund zur Sorge

Das Land sieht in der hohen Zahl kranker und überlasteter Mitarbeiter sowie unbesetzter Stellen kein Problem. „Der Landesregierung liegen in Bezug auf die angefragte Leistungsfähigkeit der Landeshauptstadt keine Erkenntnisse vor, die Anlass zur Sorge geben“, heißt es in einer Antwort auf eine Anfrage des Landtagsabgeordneten Steeven Bretz (CDU).

Das nennt Bretz vor der Wahl eine „unkritische Schönwetterantwort“. Die Landesregierung stelle der Stadtverwaltung einen „Persilschein“ aus. „Allerdings sprechen die jüngsten Negativvorfälle eine andere Sprache. Beispiele sind die Kita-Gebührensatzung, unbezahlte IT-Rechnungen, Ungereimtheiten bei den Wassergebühren oder die Personalsituation in der Denkmalpflege“, so Bretz.

Von Peter Degener

Die Stadt Potsdam hat gerade erst eine Schlappe vor dem Oberverwaltungsgericht erlitten, weil die Gebührenkalkulation bemängelt wurde. Es ist nicht der einzige Prozess um Wasserkosten im Rathaus. Es gibt 60 offene Verfahren.

07.08.2019

Vor drei Jahren hat Mike Rischer mit der Gestaltung seines Balkons in Potsdam begonnen. Inzwischen hat er auf den fünf Quadratmetern ein Kleinod mit ausgeklügeltem Bewässerungssystem geschaffen.

07.08.2019

Die Leitung des Klinikums Ernst von Bergmann ist wieder vollständig. Nach fast einem Jahr wird die Position der medizinischen Geschäftsführung ab November wieder besetzt – mit einer Chefärztin aus dem Haus.

07.08.2019