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Potsdam Meist pflegen Mütter das kranke Kind
Lokales Potsdam Meist pflegen Mütter das kranke Kind
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13:58 02.04.2017
Fiebermessen statt Büroarbeit – viele Frauen kennen das. Quelle: Foto: Fotolia
Potsdam

Husten, Schnupfen, Fieber – das Kind kann nicht in die Kita und in einer Stunde beginnt die wichtige Beratung im Büro: Meist sind es auch in Potsdam die berufstätigen Mütter, die dann trotzdem zu Hause bleiben, Wadenwickel machen und den Businessplan hinten anstellen.

Nach Angaben des Fehlzeitenreports der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) Nordost haben im Vorjahr 5,1 Prozent der Brandenburger AOK-Mitglieder Kinderpflegekrankengeld in Anspruch genommen. Damit liegt Potsdam genau im Landesdurchschnitt. Frauen nutzen die finanzielle Hilfe zur Kinderpflege insgesamt dreimal so häufig wie Männer. Unter den großen Städten in Brandenburg gibt es Unterschiede: Während der Anteil in Frankfurt (Oder) mit 5,4 Prozent über dem Landesdurchschnitt und damit über Potsdam liegt, nutzen in Cottbus nur 4,3 Prozent die Lohnersatzzahlung. Die größte Inanspruchnahme des Kinderkrankengeldes verzeichnet die Gemeinde Ortrand (Oberspreewald-Lausitz) mit 9,9 Prozent.

Unterschiede in Potsdam-Mittelmark

In Potsdam-Mittelmark ist die Stadt Havelsee mit 9 Prozent Spitzenreiter. Nuthetal kommt auf 8,3 und Schwielowsee auf 7 Prozent. In Teltow sind es nur 4 Prozent der Versicherten, die wegen eines kranken Kindes zu Hause geblieben sind. Insgesamt nehmen immer mehr Brandenburger die Leistung der Krankenkasse in Anspruch. 2012 wurde nur an 3,5 Prozent der AOK-Versicherten Geld für die Betreuung eines kranken Kindes ausgezahlt.

„Insgesamt zeichnen sich die Kinderkrankengeldfälle durch kurze Fehlzeiten im Beruf aus“, heißt es im AOK-Report. Fast 75 Prozent der Eltern, die wegen eines kranken Kindes fehlen, sind nicht länger als drei Tage abwesend. Grundsätzlich können Eltern bis zum zwölften Geburtstag ihres Kindes bis zu zehn Arbeitstage im Jahr Krankengeld beziehen, wenn die Pflege keine andere im Haushalt lebende Person übernehmen kann. Bei Alleinerziehenden sind es bis zu 20 Arbeitstage.

Deutlich länger als für die Kinderpflege bleiben Arbeitnehmer zu Hause, wenn sie selbst krank werden. 13,5 Tage pro Fall hüten die Brandenburger AOK-Versicherten das Bett. Insgesamt ist der Krankenstand von 5,8 auf 6 Prozent leicht gestiegen. Potsdam liegt mit 5,9 Prozent geringfügig unter dem Landestrend. Die häufigsten Erkrankungen, die Potsdamern 2016 das Arbeiten unmöglich machten, waren Atemwegserkrankungen, Probleme mit Muskeln und Skelett sowie Verdauungsbeschwerden.

Die Beschäftigten im Umland sind dabei häufiger krank als die Landeshauptstädter. Die Fehlzeitenquote in Potsdam-Mittelmark lag 2016 wie schon im Jahr zuvor bei 6,2 Prozent.

Von Marion Kaufmann

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