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Potsdam Max Klaar verteilt Geld an Kirchen
Lokales Potsdam Max Klaar verteilt Geld an Kirchen
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00:24 24.01.2015
Max Klaar 2012 in Potsdam.
Max Klaar 2012 in Potsdam. Quelle: Christel Köster (Archiv)
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Potsdam

Mit Bedauern reagiert die Stiftung Garnisonkirche auf die angekündigte Auflösung einer Spendensumme in Höhe von 6,3 Millionen Euro, die der Garnisonkirche zukommen sollte. Max Klaar, Vorsitzender der Stiftung Preußisches Kulturerbe (SPK), bestätigte am Freitag gegenüber MAZ, dass die Rücklage bis Ende des Jahres für denkmalpflegerische Projekte vorrangig der evangelischen und der katholischen Kirche in Berlin und der Mark Brandenburg aufgelöst werden soll. Über die Verteilung werde der Stiftungsrat im Februar entscheiden.

Oberst a.D. Max Klaar gehörte mit der von ihm in den 1980er Jahren gegründeten Traditionsgemeinschaft Glockenspiel in Iserlohn zu den Wegbereitern eines Wiederaufbaus der Garnisonkirche, trennte sich dann aber im Streit um das Konzept eines Versöhnungszentrums, das er ablehnt.

Bedacht wurden von der Stiftung in Potsdam bisher unter anderem die Nikolaikirche mit 1,22 Millionen Euro und der Neptunbrunnen mit 125.000 Euro. Auch in den nächsten Jahren werde die SPK aus Zinsen und Spenden jährlich etwa 100.000 Euro verteilen können, sagte Klaar gestern.

Peter Leinemann, Vorstand der Stiftung Garnisonkirche, erklärte: "Es ist sehr bedauerlich, dass der Wille der Spender, die ihr Geld ausschließlich für den Wiederaufbau der Garnisonkirche gegeben haben, von Max Klaar nicht berücksichtigt wird. Aber es zeigt auch, dass wir klar sind in unseren Absichten und eine rückwärtsgewandte Fokussierung der Garnisonkirche ablehnen."

Zum Spendenstand für den zunächst geplanten Wiederaufbau des Kirchturms gab es am Freitag keine genauen Angaben. 41 Millionen Euro werden gebraucht. Sechs Millionen Euro wurden laut Stiftungssprecherin Friederike Schuppan in Bauplanung und Vorbereitung investiert. Vier Millionen waren laut Schuppan Spenden, zwei Millionen Euro stammten aus dem Vermögen von DDR-Organisationen. Zwölf Millionen Euro sind vom Bund zugesagt unter der Bedingung, dass die Stiftung den Rest beisammen hat.

Dazu aber gab es am Freitag keine Angaben. Auf die Frage nach der Summe der bisherigen Spenden für den Turmbau und auf die noch benötigte Spendensumme antwortete die Sprecherin: "Für diese Detailfragen muss ich Sie leider auf einen späteren Zeitpunkt vertrösten." Die Zahlen würden gerade vom Stiftungsvorstand geprüft.

Von Volker Oelschläger

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