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Potsdam Minsk: Stadtwerke nehmen Angebot der Plattner-Stiftung an
Lokales Potsdam Minsk: Stadtwerke nehmen Angebot der Plattner-Stiftung an
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16:51 08.05.2019
Der geplante Quartiersplatz am Minsk. Quelle: Heinle, Wischer und Partner
Potsdam

Die Stadtwerke Potsdam haben das Angebot der Hasso-Plattner-Stiftung zum Kauf des TerrassenrestaurantsMinsk“ angenommen. Damit ist der Weg frei für die Sanierung des DDR-Baus. „Ich freue mich, dass uns der Erhalt des Minsk gelungen ist. Wir haben einen sehr breiten Konsens in der Politik und in der Stadtgesellschaft für die jetzt geplante Entwicklung an diesem wichtigen Standort in der Innenstadt erreicht“, sagt Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD). Die Geschäftsführerin der Stadtwerke, Sophia Eltrop, ergänzt „Wir freuen uns, dass so die Befriedung der unterschiedlichen Interessen in der Stadt möglich geworden ist, und gleichzeitig die Kapitalausstattung der Stadtwerke gestärkt wird, um die notwendigen Investitionen der nächsten Jahre stemmen zu können.“

Museum für DDR-Kunst und Quartiersplatz mit Gastronomie

Das Konzept- und Kaufangebot der Stiftung sieht vor, das „Minsk“ als Unikat der DDR-Architektur zu erhalten und als Museum für die derzeit im Museum Barberini ausgestellten Werke aus DDR-Zeit zu nutzen. Zudem soll der Brauhausberg als öffentlicher Raum erhalten bleiben, eine hohe Aufenthaltsqualität bekommen und mit preisgedämpftem Mietwohnungsbau, der architektonisch auf die Höhenstaffelung des Minsk Bezug nimmt, ergänzt werden. „Mit dem Erhalt des Minsk und der maßvollen Neubebauung im Umfeld setzen wir ein deutliches Zeichen für den Erhalt von bedeutsamer Architektur aus der DDR-Zeit, mit der sich viele Potsdamer identifizieren“, sagt Mike Schubert.

Graffiti an den Wänden und verstaubte Barhocker vor einem verfallenen Tresen: Der DDR-Bau "Minsk" ist stark heruntergekommen. Hier sind Bilder aus dem Inneren.

Zwei Millionen Euro gibt die Stiftung zweckgebunden für die Neugestaltung des Vorplatzes am Schwimmbad, um den Brauhausberg mit Treppen und Springbrunnen wieder erlebbar zu machen. Zudem soll ein Quartiersplatz am „Minsk“ mit Platz für Gastronomie entstehen.

Einnahmen aus Verkauf dienen der Refinanzierung des „blu“

Der benachbarte Wohnungsbau soll im preisgedämpften Segment errichtet werden. Mit der Realisierung des Konzeptes kann auf die in zahlreichen Konzepten zuvor gezeigte dichte Bebauung und Baumasse zugunsten von Ökologie und Orts-Identität verzichten werden.

Bereits Anfang April hatten die Stadtverordneten beschlossen, dass der Oberbürgermeister die Stadtwerke beauftragen soll, Verhandlungen mit der Hasso-Plattner-Stiftung zu führen. In den kommenden Wochen werden Details zur Änderung des B-Plans sowie zur Neugestaltung im Umfeld des Sport- und Freizeitbades „blu“ besprochen, bevor abschließend der Kaufvertrag unterzeichnet wird.

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Die Einnahmen aus dem Verkauf dienen der Refinanzierung des vor zwei Jahren eröffneten Schwimmbad-Neubaus. Die Hasso-Plattner-Stiftung hatte nach einem Gespräch mit dem Oberbürgermeister im Januar im Rathaus ein Konzept entwickelt, das den gemeinnützigen Stiftungszweck mit den Interessen der Landeshauptstadt verbindet.

Von MAZonline

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