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Potsdam Diese Kita hat noch freie Plätze
Lokales Potsdam Diese Kita hat noch freie Plätze
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07:30 18.10.2018
Zur Eröffnung der Fröbel-Kita kam auch Melli (5) mit ihren Freunden aus der Kinderland-Kita in Neu Fahrland und brachte ein Ständchen. Quelle: Peter Degener
Nedlitz

Nicht auf einem Bildschirm rollt der digitale Ball und auch nicht auf einer Leinwand entlang, sondern mitten über den Teppich. Der achtjährige Arne kickt den von der Decke per Beamer projizierten Fußball, hüpft hin und her und versucht am Sozialbeigeordneten Mike Schubert (SPD) vorbei zu kommen. So einen „magischen Teppich“ kennt der Junge aus seinem Fröbel-Hort in Potsdam noch nicht. Auch der designierte Oberbürgermeister überlegt, wo so ein Gerät in seinem künftigen Büro Platz hätte. Arne und Schubert sind von der neuen Fröbel-Kita „Am Jungfernsee“ angetan. Technik und Digitales sollen hier künftig eine ganz besondere Rolle spielen.

Arne (8) aus einem Fröbel-Hort kickte bei der Kita-Eröffnung auf dem „magischen Teppich“ gegen den Sozialbeigeordneten Mike Schubert (SPD).s Quelle: Peter Degener

Naturwissenschaften und Technik gehören zum Konzept der Kita

„Wir haben einen MINT-Bereich, wo Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik gefördert wird“, erklärt Kerstin Schmidt, stellvertretende Leiterin der neuen Kita. Abwiegen, abmessen oder unter die Lupe nehmen können die Kinder in einem Forscherraum und in einem Medienraum geht es mit Tablets oder dem „magischen Teppich“ spielerisch um Zählen, Konzentration, Schnelligkeit oder die Schulung von Wahrnehmung.

Welchen Stellenwert die Technik im Alltag einnehmen wird, werde sich erst zeigen, sagt Schmidt. Bei den elektronischen Bildschirmen will Schmidt „gemeinsam mit den Eltern entwickeln wie oft und wie lange wir diese Instrumente benutzen.“

Noch 15 Plätze sind in der Kita frei

Am Mittwoch war erst einmal die offizielle Eröffnung. Von anderen Fröbel-Einrichtungen kamen Besucher, brachten ein Ständchen und Geschenke.Insgesamt 120 Plätze stehen seit Monatsbeginn in der von der gemeinnützigen Fröbel GmbH und dem Bauunternehmer Ingolf Hegner errichten Kita direkt an der Tram-Endhaltestelle bereit. Rund 15 Plätze im Kita-Bereich ab drei Jahre sind sogar noch frei.

Keine Sorge – es findet nicht alles in kindgerechten Forscherräumen und am Bildschirm statt – die Kita hat einen großen Außenbereich mit einem großen Spielplatz. Quelle: Peter Degener

Fröbel baute mit Privatinvestor seit August 2017

Im August 2017 lagen an gleicher Stelle nur Holzpaletten. In einem Jahr ist der zweistöckige Bau in unmittelbarer Nähe zum SAP Innovation Center errichtet worden. „Als SAP hier 2014 anfing, waren wir noch ganz alleine“, sagt Michael Perscheid. Er ist für strategische, zumeist interne Projekte des Softwareriesen SAP verantwortlich und hatte vor zweieinhalb Jahren den Stein für den Kitabau ins Rollen. Statt Einsamkeit herrscht nun reger Baubetrieb im neuen Viertel. Ein halbes Dutzend Kräne drehen sich auf den Baufeldern des Villenparks ringsum. Perscheid ist froh, dass junge Menschen und Kinder neben das Innovation Center ziehen.

SAP hat 20 Plätze als Betriebskita und kooperiert auch inhaltlich

Bislang kooperiert SAP nur auf Basis von Belegplätzen für Mitarbeiter mit Fröbel – überall im Land können die SAP-Angestellten auf Plätze in den zahlreichen Einrichtungen vertrauen. Auch in der Potsdamer Kita sind 20 Plätze für die Mitarbeiter des Innovation Centers vorgehalten. „Sie sind alle belegt und wir haben eine Warteliste“, sagt Perscheid. Das Unternehmen zahlt für dies „Betriebskitaplätze“ Geld an den Träger. Am Jungfernsee soll die Kooperation nun erstmals auch inhaltlicher Natur sein.

Im Forscherraum können die Kinder alles unter die Lupe nehmen, denn bei „MINT“ geht es mitnichten nur um Digitales. Quelle: Peter Degener

„Unsere Mitarbeiter werden regelmäßig in der Kita vorbeischauen und spielerisch mit den Kindern digitale Konzepte von uns ausprobieren. Bislang arbeiten wir eher mit Grundschulen, führen Kinder mit einer Art von digitalem ,Lego‘ ans Programmieren heran, indem sie in unseren Anwendungen spielerisch Dinge sinnvoll verknüpfen“, erklärt Perscheid. „In dieser Kita können wir sicher viel mit dem Beamer und dem ,magischen Teppich’ machen“, so der SAP-Manager. Ein weiterer Schwerpunkt der Zusammenarbeit sei die Anleitung der Kinder zu einem kontrollierten Medienkonsum.

Der Softwareriese ist offen für Kooperationen mit Grundschulen der Region

Es ist die erste Bildungskooperation von SAP in Brandenburg. Bislang haben noch keine Grundschulen aus Potsdam oder der Umgebung im SAP Innovation Center für solche Projekte angefragt. „Ich bin für so etwas offen“, sagt Perscheid.

Von Peter Degener

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