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Potsdam Feuerwerkersinfonie: Gibt es eine Entschädigung für Besucher?
Lokales Potsdam Feuerwerkersinfonie: Gibt es eine Entschädigung für Besucher?
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16:21 14.07.2019
Sie suchten am Samstagabend bei der Feuerwerkersinfonie unter ihren Picknickdecken Schutz vor dem Regen (v.l.): Pascal und Janin Färber, Christiane Füchsel, Diana Kögl und Oli Graff. Quelle: Dirk Pagels
Bornstedter Feld

Nach der Absage der Feuerwerkersinfonie wegen des Unwetters am Samstagabend steht für viele Besucher vor allem eine Frage im Raum: Gibt es eine Entschädigung? Wer an der Abendkasse ein Ticket (Stehplatz) gekauft hatte, zahlte als Erwachsener 19,50 Euro, für Kinder kostete der Eintritt 11,50 Euro. Im Vorverkauf hatte ein Stehplatz-Ticket 16,50 Euro, im Frühbuchertarif 15 Euro gekostet.

Eine konkrete Antwort blieben die Veranstalter am Sonntagnachmittag noch schuldig. Es handle sich um einen Versicherungsfall. „Wir müssen prüfen, was wir an Möglichkeiten haben“, sagte Andreas Wandersleben von der Projektkommunikation Hagenau, die den Volkspark bei dem Event betreut. Einen Ersatztermin wird es nicht geben.

Kein Feuerwerk am Samstag: In Potsdam musste der zweite Teil der Feuerwerkersinfonie wegen eines Unwetters abgesagt werden.

Unwetter wütete auch vor fünf Jahren

Vor fünf Jahren musste der zweite Abend wegen eines Unwetters schon mal abgebrochen werden. Im Unterschied zu heute, waren die Veranstalter nicht versichert. Damals handhabte man es so, dass Besucher eine Ermäßigung für die Feuerwerkersinfonie-Tickets des nächsten Jahres bekamen, sofern sie die Karten der abgebrochenen Veranstaltung vorweisen konnten.  

Groß war die Enttäuschung einen Tag danach auch bei den Feuerwerkern, die am Samstagabend mit ihrem Wettbewerbsbeitrag an den Start gegangen wären. „Ich bin immer noch frustriert“, sagte Udo Neumann, Mit-Inhaber der Firma Bavaria Fireworks aus dem bayrischen Traunstein, am Sonntag zur MAZ. „In dieser Größenordnung haben wir so etwas noch nie erlebt.“

Zwei bis drei Monate Vorbereitung

Zwei bis drei Monate an Vorbereitungen steckten in dem Feuerwerk, das als Teil des Sonnabend-Programms geplant war. Seit 6 Uhr morgens war das Team im Park auf den Beinen gewesen, um alles vorzubereiten. Besonders bitter: Etwa 20 Prozent der Feuerwerkskörper von Bavaria Fireworks sind durch den sintflutartigen Regen unbrauchbar geworden und müssen vernichtet werden, so Neumanns Schätzung. 

Auch bei vielen Besuchern war die Enttäuschung riesig – der kleine Maximilian (4) aus Brandenburg/Havel weinte bitterlich, als er sich an der Hand seiner Mutter auf den Rückweg vom Veranstaltungsgelände zum Volkspark-Ausgang machen musste. Er hatte sich so auf das Lichterspektaktel am Nachthimmel gefreut.  

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Von Ildiko Röd

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