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Potsdam Nahverkehr braucht Investitionen – ein Kommentar
Lokales Potsdam Nahverkehr braucht Investitionen – ein Kommentar
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16:01 09.05.2019
Die Bahnen müssen rollen und Potsdams Nahverkehr mit der Stadt mitwachsen. Quelle: Friedrich Bungert
Potsdam

Die zwei Geschäftsführer der Potsdamer Verkehrsbetriebe (ViP) müssen gehen. Sie sollen im Konflikt um die Finanzierung des Nahverkehrs mit dem Kämmerer Burkhard Exner (SPD) im Clinch liegen, der auch Chef des ViP-Aufsichtsrats ist.

>>>Chefs der Potsdamer Verkehrsbetriebe hören auf

Kommentar: Mehr Zuschüsse wagen!

Der Kämmerer muss sparen – gerade erst wurde der Nachtragshaushalt mit einem Minus von fast 26 Millionen Euro beschlossen. Die Potsdamer Verkehrsbetriebe machen ebenfalls Verluste – Jahr für Jahr rund 20 Millionen Euro. Öffentlicher Nahverkehr ist ein Zuschussgeschäft, das nur durch Querfinanzierung funktioniert. Natürlich sollen die Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe das Geld nicht verschwenden.

Doch unabhängig von Schuldzuweisungen ist klar: Das Verkehrsproblem von Potsdam lässt sich nur mit wachsenden Investitionen in den ÖPNV lösen. Das Rathaus sagt deutlich, das dessen Modernisierung und Ausbau oberste Priorität habe. Den Worten müssen Taten folgen. Der Weggang der zwei ViP-Geschäftsführer ist dabei ein schlechtes Zeichen, dass zudem zu Zeit- und Reibungsverlusten führen wird. Und ihre Nachfolger – das wird auch der Kämmerer nicht ändern - müssen ebenfalls investieren.

Von Peter Degener

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