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Potsdam Neue Harfe, neues Spiel
Lokales Potsdam Neue Harfe, neues Spiel
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19:57 14.03.2013

Doch bis es so weit ist, muss sie lange sparen. Eine neue Harfe kostet so viel wie ein Mittelklassewagen: 30 000 Euro ist ihr Wunschinstrument wert. Damit ihr Traum in Erfüllung geht, hat Jessyca ein Sammelprojekt gestartet.

Auf einer Internetseite ruft die Harfenistin Musikliebhaber zum Spenden für das neue Instrument auf. Natürlich nicht ohne Gegenleistung. Wer zum Beispiel 17 Euro gibt, bekommt eine von ihr selbst eingespielte CD mit keltischer Harfenmusik, auf Wunsch handsigniert und mit Widmung. Für eine Gabe von 300 Euro kommt Jessyca für ein einstündiges Konzert in der Besetzung Harfe-Gitarre zu dem großzügigen Spender nach Hause.

2017 Euro sind auf diesem Weg bereits eingegangen (Stand gestern 19 Uhr). Drei Unterstützer haben sich ein Konzert erspendet, ein Musikliebhaber gab gar 500 Euro und bekommt dafür ein Gastspiel der Harfenistin auf einer Feier – zum Beispiel einer Hochzeit. Damit Jessyca die Spenden tatsächlich für die neue Harfe einsetzen kann, muss sie allerdings bis zum 14. April noch knapp 6000 Euro sammeln. Sonst bekommen alle Spender ihr Geld zurück. So sind die Bedingungen des Projekts.

Die gebürtige Berlinerin, die in Weimar Harfe studiert, weiß, dass das ein ambitioniertes Ziel ist. „Aber ich will es einfach schaffen“, sagt sie. Auch weil aus einer zweiten Quelle Geld kommt, das auf jeden Fall ins Harfensäckl fließen soll: Bei der Neuen Liszt Stiftung Weimar hat sich Jessyca Fördermittel für ihr neues Instrument erspielt. Immerhin 8000 Euro. Doch auch hier tickt die Uhr. Das Geld muss bis September für die Harfe eingesetzt werden, sonst verfällt der Anspruch.

Im Moment spielt Jessyca auf der Harfe ihrer Mutter. Ein schönes Instrument, aber die Musikerin weiß: Aus einer neuen Harfe mit einer breiten, gewölbten Resonanzdecke könnte sie viel mehr rausholen. Schon jetzt würde sie im Orchester gern lauter spielen, aber mit der alten Harfe klappt das nicht. Wenn Jessyca beim Studium doch mal die Möglichkeit hat, auf einer großen Harfe zu spielen, fühle sich das bombastisch an. Zu Hause fällt es ihr dann schwer, sich mit ihrer kleinen Harfe wieder zu motivieren. Und das, obwohl Harfespielen ihr Leben ist, wie sie sagt.

Gelernt hat sie das Spiel auf dem nicht ganz einfachen Instrument mit sieben Jahren von ihrer Mutter. Mit ihr zusammen tritt sie auch im Duett auf. So zum Beispiel im Dezember bei einem Konzert mit dem Sinfonieorchester in Babelsberg. „Wenn ich dann auf meiner neuen Harfe spielen könnte“, sagt Jessyca, „das wäre das Größte!“

Die Spendenseite ist unter www.visionbakery.com/vision/738 zu finden. Interessierte können sich auch per Mail melden: jessycaflemming@yahoo.de. (Von Meike Jänike)

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