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Potsdam Vier neue Kitas fürs Bornstedter Feld geplant
Lokales Potsdam Vier neue Kitas fürs Bornstedter Feld geplant
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20:43 17.10.2018
Der Volkspark Potsdam ist und bleibt ein Besuchermagnet – so wie hier beim alljährlichen Drachenfest, aber auch außerhalb von Feiern und Festen. Quelle: foto: Friedrich Bungert
Bornstedter Feld

Im Bornstedter Feld sollen vier neue Kitas entstehen. Dafür sind vom Entwicklungsträger Bornstedter Feld fünf Standorte geprüft worden. Fazit: Auf den umstrittenen Flächen am Volkspark nahe der Georg-Hermann-Allee – sie werden derzeit noch als Parkareal genutzt, sind aber laut B-Plan für eine Bebauung vorgesehen – könnten zwei Kindertagesstätten entstehen: eine im nördlichen Bereich, die zweite im südlichen Teil der temporären Park-Fläche.

Der südliche Standort wird vom Entwicklungsträger nicht befürwortet. Wegen der ursprünglich geplanten kompletten Wohnbebauung der temporären Volkspark-Flächen hatte es breiten Bürgerprotest gegeben. An der Georg-Hermann-Allee befindet sich noch ein dritter möglicher Standort und zwar nördlich der Esplanade nahe dem Schulstandort mit der Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule.

Zwei Standorte kommen infrage

Westlich des Volksparks kommen laut Prüfung zwei Standorte für Kita-Bauten infrage. Untersucht wurde eine Fläche an der David-Gilly-Straße im Quartier Kirschallee und ein Standort in der nördlichen Gartenstadt an der Hermann-Mattern-Promenade. Insgesamt müssen in den nächsten Jahren zusätzlich 468 Kita-Plätze zur Verfügung gestellt werden. Grund: Das Bornstedter Feld boomt – 2021 wird das Quartier voraussichtlich 14 500 Einwohner haben. Aufgrund eines Prüfauftrags durch die Stadtverordneten hat der Entwicklungsträger Bornstedter Feld nun geeignete Flächen für die vier benötigten Kitas unter die Lupe genommen – das Ergebnis wurde den Anwohnern am Mittwoch bei einer Bürgerversammlung vorgestellt.

Im Dezember sind dann die Stadtverordneten am Zuge. CDU-Fraktionschef Matthias Finken äußerte sich gestern bei der Bürgerversammlung zufrieden über die vorgestellten Varianten – vor allem hinsichtlich der möglichen Kita-Bebauung der temporären Volkspark-Flächen: „Ich freue mich, dass mit unserem Antrag Erfolg hatten, und die Wohnbebauung nicht unmittelbar bis an den Park reicht – dadurch werden Konflikte vermieden.“

Auch Jugendeinrichtungen werden gebraucht

Das wohnungstechnisch florierende Bornstedter Feld braucht aber nicht nur Kita-Plätze. Auch die Forderung nach einer Jugendfreizeiteinrichtung ist fast so alt wie das Quartier. Laut Bedarfsanalyse für 2021 sind 145 Plätze in Kinder- und Jugendfreizeitstätten nötig. Sie sollen sich auf zwei Standorte an der Georg-Hermann-Allee aufteilen. Zum einen handelt es sich um 40 Plätze in der Kinder- und Jugendfreizeit Montelino. Zum anderen soll eine Einrichtung am Schulstandort mit 105 Plätzen entstehen.

Bleibt als dritter Punkt in der Entwicklung des Bornstedter Felds noch der Wohnungsbau. Auch hier wurden bei der gestrigen Bürgerversammlung in der Pro Potsdam neue Projekte vorgestellt. Für zwei Grundstücke östlich der Georg-Hermann-Allee hat je ein Privatinvestor den Zuschlag bekommen. Auf jedem Grundstück entstehen zwischen 114 und 118 Wohnungen. Den Zuschlag für die Vergabe gab eine Jury unter Beteiligung des Potsdamer Gestaltungsrates. Dabei spielte neben dem finanziellen Gebot die Qualität des Entwurfs eine ebenso gewichtige Rolle. Vorgabe: Die Bebauung darf keinen Riegel gegenüber dem Volkspark bilden, sondern muss sich ihm öffnen.

Baubeginn für die frei finanzierten Wohnungen ist 2020, geplanter Fertigstellungstermin 2022. Auf zwei weiteren Grundstücken östlich der Georg-Hermann-Allee wird sich die kommunale Immobilienholding Pro Potsdam mit gefördertem Wohnungsbau engagieren. Auf der einen Fläche sind 117 Wohnungen geplant; auf der zweiten 156. Insgesamt 75 Prozent davon sind als mietpreis- und belegungsgebundener Wohnraum für Menschen mit niedrigem Einkommen geplant. Baustart ist Mitte 2019, geplantes Bauende dann 2021.

Von Ildiko Röd

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