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Potsdam Neue Motor-Halle übergeben
Lokales Potsdam Neue Motor-Halle übergeben
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16:59 21.12.2017
Die Motorsporthalle Babelsberg hat jetzt einen modernen Anbau. Der schwarze Fußboden ist ungewöhnlich: auf ihm heben sich die Markierungen ideal ab, und er ist unempfindlich gegen dunkle Turnschuhsohlen Quelle: Friedrich Bungert
Babelsberg

Das Bertha-von-Suttner-Gymnasium, die Goethe-Schule und der SV Motor Babelsberg haben wieder eine voll funktionsfähige Sporthalle. Am Donnerstag wurde der Neubau den Nutzern übergeben, die nun die mehr als hundert Jahre alte Motor-Halle verlassen können. Die wird bis Ende kommenden Jahres saniert. Neubau und Sanierung werden am Ende mehr als 6,7 Millionen Euro gekostet haben. Der Neubau kostete knapp 1,9 Millionen Euro; für die Sanierung der alten Halle sind 3,9 Millionen veranschlagt. Die Erschließungen des Grundstückes und die Außenanlagen schlagen mit rund einer Million Euro zu Buche.

Oberbürgermeister Jann Jakobs zeigte sich beeindruckt von der neuen Halle: „Auf diesem traditionsreichen Sportcampus der Motorsporthalle zeigt sich, dass Schulsport und Potsdamer Vereinssport gut zusammen funktionieren können. So werden wir hier nicht nur den Erfordernissen an den Schulsport besser gerecht. Auch den Bedürfnissen des SV Motor Babelsberg und der anderen Vereine wird entsprochen.“

Dank der Mittel aus dem Förderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit in Höhe von über 2,1 Millionen Euro kann der Kommunale Immobilien Service hier mehr als 6,7 Millionen Euro in die Sanierung und Erweiterung dieses traditionsreichen Sportbaus investieren.

Die jetzt erfolgte Erweiterung des Bestandbaus um eine Einfeldhalle mit Verbindungsbau ermöglicht es, die Sporthallen behindertengerecht zu erreichen. Hierfür wurden ein alter Anbau und bestehende Garagenkomplexes abgerissen. Zudem erfolgte eine komplette Neuerschließung aller Wege und Medien. Die Rohbauarbeiten für die durch einen Verbinder mit der Bestandshalle verbundenen Einfeldhalle starteten im Oktober 2016.

Die alte Sporthalle des SV Motor Babelsberg wird nach der jetzigen Übergabe des Neubaus saniert und Ende kommenden Jahres fertig. Quelle: Rainer Schüler

Neben dem SV Motor Babelsberg wird die Halle auch vom Bertha-von-Suttner-Gymnasium und von der Goethe-Schule sowie von diversen Kitagruppen genutzt. Damit die Schulen die Halle trotz Bauarbeiten nutzen können und auch eine zeitweise Nutzung durch die Sportvereine gewährleistet werden kann, finden die Arbeiten verteilt über zwei Bauabschnitte und unter laufendem Betrieb statt. Im nun folgenden zweiten Bauabschnitt wird die Bestandshalle saniert und ausgebaut. Hierbei erhält die Motorsporthalle mit ihrer Ballspielfläche im Obergeschoss unter anderem eine neue Heizung und eine neue Sicherheitsbeleuchtung. Auch die extrem in die Jahre gekommenen Sanitäranlagen werden grundlegend modernisiert.

Kis-Werkleiter Bernd Richter sprach die schwierigen Rahmenbedingungen für die Modernisierung des traditionsreichen Sportstandortes an. Er konnte nicht nach außen wachsen und musste nach innen verdichtet werden. Und es gab viel Abstimmungsbedarf mit dem Schulsport. Er habe nicht geglaubt, dass der Neubau noch dieses Jahr fertig wird, sagte Richter; er sei überrascht.

Die Motor-Halle

Die heutige Motor-Sporthalle wurde 1910 als Industriehalle der Firma für technische Geräte Wollmerhäusser und Gurth, später Friesecke und Höpfner erbaut. Seit 1993 ist der Sportverein Motor Babelsberg Hauptnutzer; ihm verdankt die Halle ihren populären Namen. Neben dem intensiven Vereinssport wird die Motorsporthalle auch durch den Schulsport des Berta-von-Suttner-Gymnasiums und der Goethe Grundschule genutzt. Sie wird durch den kommunalen Immobilienservice der Stadt verwaltet. Die Ballspielfläche liegt sonderbarerweise im Obergeschoss der alten Halle und bestand zu DDR-Zeiten jahrzehntelang aus Beton, ehe sie einen dämpfenden Belag bekam.

Das alte, verklinkerte Gebäude hatte große Mängel im Brandschutz, marode technische Anlagen, keine Sicherheitseinrichtungen wie eine Hausalarmanlage oder Sicherheitslicht. Türen und viele Fenster, aber auch die Böden und Sanitärbereiche sind extrem sanierungsbedürftig.

Aufgrund der demographischen Entwicklung des Stadtteils Babelsbergs besteht erhöhte Nachfrage nach zusätzlichen Schulsportflächen. Aus diesem Grund hat sich die Stadt entschlossen, am Standort Konsumhof die Motorsporthalle zu sanieren und um einen Anbau einer Einfeldhalle zu erweitern. Davor hatte man den Abriss der alten Halle und einen Neubau erwogen, was zu einer erheblichen Nutzungslücke für die Vereine und den Schulsport geführt hätte. Aufgrund eines beschränkten Budgets wird die bestehende Motorsporthalle grundsätzlich weitgehend in ihrer technisch-industriellen Anmutung erhalten.

Im Bestandsbau werden weiterhin die bestehenden Funktionsbereiche untergebracht. Diese umfassen im Erdgeschoss die Flächen für die Box- und Judoabteilung sowie die Kegelbahn. Der heute innenliegende Judoraum wird vergrößert und erhält so Zugang zur Außenfassade. Im Obergeschoss sind neben dem nach Norden verlagerten Ju-Jutsu-Raum die Billardabteilung und die weiterhin bestehende Sporthalle untergebracht. Zur Aufnahme der neuen Technikzentrale wurden die Räume im Untergeschoss durch die Entkernung des ehemaligen Bunkers erweitert.

Die Umkleideräume mit den neuen Nassbereichen werden im Ostflügel konzentriert. Der ehemalige zentrale Hallenzugang an der Nordfassade wird wieder als Haupteingang geöffnet. Über ein neu geschaffenes Foyer als Wartebereich und einen Flur werden beide bestehenden Treppen sowie die Einfeldhalle erschlossen. Im Obergeschoss werden der Billardbereich und die bestehende Sporthalle nebst Geräteraum in der jetzigen Form erhalten.

Im Erdgeschoss verbindet ein Flur den Eingang mit der Sporthalle und dem Kegelbahnanbau. Hieran angegliedert ist ein Kombinationsraum als Lehrerumkleide, Sanitäts- und Regieraum für die Einfeldhalle sowie ein vereinseigener Kraftraum. Die neue Einfeldhalle ist für Basket- und für Volleyball gut geeignet, wegen der zu geringen Größe aber nicht tauglich für Handball-Punktspiele.

Für die Sportlehrer der Schulen gibt es einen eigenen Raum.

Durch die Sanierung und Erweiterung der Motorsporthalle ergeben sich für die Nutzer ganz neue Möglichkeiten. So können die neu hergestellten Sanitärräume im Altbau auch für die Erweiterungshalle genutzt werden können. Der Verbinder hat zudem einen Fahrstuhl, durch den nun auch Rollstuhlfahrer ins Obergeschoss gelangen können. Die Erweiterungshalle verfügt im Erdgeschoss über vier Großgeräte- und zwei Kleingeräteräume. Zudem gibt es einen Juryraum mit Fenster zur Halle. Im Erdgeschoss des Neubaus ist der Kraftgeräteraum untergebracht. Im Obergeschoss des Erweiterungsbaus findet sich ein kombinierter Sanitäts- bzw. Lehrerraum und ein Vorstandsbüro. Die Neubauhalle ist mit allen für den Schulsport nötigen Einbauten versehen.

Die neuen Sanitäreinrichtungen sind modern und pflegeleicht. Quelle: Friedrich Bungert

Durch einen neuen Zugang ist die Halle nun über einen öffentlichen Weg erschlossen. Der Schulweg wird somit sicherer und erfolgt nicht mehr über ein fremdes Grundstück. Schüler und Sportler sowie Gäste bekommen ein Foyer als Wartebereich, von dem man in die weiteren Sportbereiche zu Fuß oder über einen nahegelegenen behindertengerechten Fahrstuhl gelangen kann.

In der alten Kegelbahn der Sporthalle des SV Motor Babelsberg ist vieles schon in Eigenregie der Kegler saniert worden. Die Anlage stammt aus DDR-Zeiten; die weit außerhalb gelegenen Sanitäreinrichtungen sind total marode. Quelle: Rainer Schüler

Mit dem Umzug des Schulsports und einiger Breitensportarten in die Erweiterungshalle beginnt jetzt die Sanierung des Altbaus. Die Baumaßnahmen finden bei laufendem Betrieb statt. Die Fertigstellung der Motorsporthalle ist für das 4.Quartal im Jahr 2018 geplant.

Für Jann Jakobs sind gute Sportbedingungen „ein wesentlicher Faktor für eine funktionierende Stadtgesellschaft. Sport bringt Menschen zusammen, Sport hält fit.“ In dem vergangenen Dienstag in die Stadtverordnetenversammlung eingebrachten Haushalt 2018/19 habe man im Investplan des Kis daher ein Investitionspaket von 78,5 Millionen Euro für Sportstätten bis zum Jahr 2021 geschnürt: „Wir bauen neue Turnhallen, sanieren bestehende Sportflächen und Sporthallen und verstärken damit nicht nur die Rahmenbedingungen für den Schulsport in unserer wachsenden Stadt, sondern verbessern auch maßgeblich die Situation für den Vereins- und Breitensport in Potsdam.“

Über 100 Jahre alt ist die Motor-Halle von Potsdam-Babelsberg, ein früherer Industriebau. Sie ist marode. Damit die Nutzer weiter Sport treiben können, ziehen sie in einen jetzt eröffneten neuen Anbau und geben damit den Altbau zur Sanierung frei.

Der Kommunale Immobilien Service investiert in diesem Jahr 9,9 Millionen Euro in Schulsportstätten. Zu den wichtigsten Projekten zählt neben der Motorsporthalle der Neubau der Turnhalle der Grundschule Ludwig Renn in Eiche. Hier wurde vergangene Woche Richtfest gefeiert.

Die Vierfeldhalle am Schulstandort Gagarinstraße ist ebenfalls im Bau, eine Fertigstellung ist für 2018 geplant. Die Halle geht in den Winterferien Anfang 2019 in Betrieb.

Von Rainer Schüler

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