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Potsdam Neue Stelen für den Mauerweg am Jungfernsee
Lokales Potsdam Neue Stelen für den Mauerweg am Jungfernsee
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10:15 13.11.2018
Die fertigen Stelen stehen noch in Kassel. Quelle: Werbetechnik Zinke
Berliner Vorstadt

Die Stelen für einen Info-Pfad zum Berliner Mauerverlauf entlang des Jungfernsees sind eigentlich fertig zur Montage – doch die Aufstellung noch vor dem Jahrestag des Mauerfalls am 9. November war nicht geglückt. „Wir hoffen, dass es bis zum Dezember klappt“, sagt Jan Fiebelkorn-Drasen, der Vorsitzende des Vereins Erinnerungsorte Potsdamer Grenze.

Eigene Internetseite dokumentiert die Ergebnisse der Forschung

Letzte Abstimmungen zu den insgesamt acht Standorten seien nötig. Sogar die Kampfmittelfreiheit entlang des Seeufers wurde noch einmal geprüft. Immerhin ist das Projekt, das der Verein gemeinsam mit dem Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) aus Potsdam vorangetrieben und mit Mitteln der Stadt und des Wissenschaftsministeriums realisiert hat, nunmehr auf einer eigenen Internetseite verfügbar.

Die Grenzanlagen zwischen der Glienicker Brücke und der Bertini-Enge des Jungfernsees wurden 1985 von den Grenzern selbst dokumentiert. Heute sind die Spuren der Mauer bis auf einen alten Postenturm und kleinere Relikte vollständig verschwunden und das Parkareal wiederhergestellt.

Die Schlösserstiftung hat die Spuren der Grenze vollständig entfernt

„Der Bereich zwischen der Glienicker Brücke und dem Cecilienhof im Neuen Garten zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen in Potsdam. Fast nichts erinnert heute noch daran, dass hier die Grenze zwischen der DDR und West-Berlin verlief“, sagt Florentine Schmidtmann, Historikerin am ZZF. „Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten hat hier so gute Arbeit geleistet, dass der Grenzverlauf kaum mehr sichtbar ist“, so die junge Historikerin weiter.

Seit 2016 hat sie sich ausgiebig mit dem Abschnitt zwischen der Wasser-Grenzübergangsstelle Nedlitz und der Glienicker Brücke sowie den Sperranlagen beschäftigt. „Der Grenzübergang für Schiffe am Jungfernsee war komplett unerforscht“, sagt Schmidtmann.

So sehen die fertigen Stelen aus, die an acht Punkten des Jungfernsee-Ufers aufgestellt werden sollen. Quelle: Werbetechnik Zinke

Mindestens neun Fluchtversuche von der Meierei in den Westen gelangen

Sie war die erste, die bestimmte Aktenbestände des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt im Landeshauptarchiv gesichtet hat. „Es war bislang beispielsweise nicht bekannt“, sagt sie, „dass mindestens neun Fluchtversuche geglückt sind, bei denen Menschen von der Meierei im Neuen Garten aus durch den Jungfernsee nach West-Berlin geschwommen sind.“

Bislang unveröffentlichte Fotos und Pläne wurden gefunden

Mit bislang unveröffentlichten Fotografien und Plänen bietet das Projekt im Internet mehr Material, als auf den Stelen untergebracht werden konnte. Der Onlineauftritt wurde für mobile Geräte wie Smartphones optimiert und bietet englische Inhalte. Informiert wird unter anderem über den Alltag im Grenzgebiet, über Fluchten sowie über die letzten Relikte der Grenze wie den Postenturm des Grenzübergangs Nedlitz an der Bertini-Enge.

Große Gedenkveranstaltung am 9. November 2019

Der Verein Erinnerungsorte bereitet sich auf das 30. Jubiläum des Mauerfalls 2019 vor. „Wir haben für eine große Veranstaltung am Postenturm einen Antrag auf Fördermittel bei der Stiftung Aufarbeitung gestellt“, sagt Fiebelkorn-Drasen.

>>>www.grenze-potsdam.de

Von Peter Degener

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