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Potsdam Neuer Chef für Potsdamer Verkehrsbetrieb: 59-Jähriger kommt von Bahn-Tochter
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21:55 12.02.2020
Der Potsdamer Verkehrsbetrieb hat wieder eine komplette Führungsspitze. Quelle: Varvara Smirnova
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Potsdam

Uwe Loeschmann kommt von einer Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn zum Potsdamer Verkehrsbetrieb. Der 59-Jährige soll der neue technische Geschäftsführer werden. Am Mittwochnachmittag hat nach MAZ-Informationen der Aufsichtsrat die Empfehlung für Loeschmann gegeben, am Abend soll er in der Gesellschafterversammlung des Verkehrsbetriebs bestätigt werden.

Erfahrungen aus der Logistikbranche

Loeschmann (59) ist Diplom-Betriebswirt, hat Erfahrungen mit großen Busunternehmen und beim S-Bahnbau und war zuletzt in der Strategieberatung für ein deutsch-französisches Logistikunternehmen aktiv. Er kann bereits auf fast 30 Jahren Berufserfahrung in der Verkehrsbranche zurückblicken und wird Anfang März 2020 seine Arbeit beim ViP aufnehmen. Er könne, so heißt es, „kurzfristig“ seinen Job antreten. Wichtigste Aufgabe wird der Ausbau der Straßenbahn nach Krampnitz und die Erweiterung der gesamten Bus- und Tramflotte des ViP.

Pforzheimerin übernimmt kaufmännische Geschäftsführung

Die neue kaufmännische Geschäftsführerin wird Claudia Wiest (53) aus Pforzheim, schon am Freitag hat der Aufsichtsrat nach MAZ-Informationen die Empfehlung für die Gesellschafterversammlung ausgesprochen. Demnach gab es aber auch mehrere Enthaltungen und eine Gegenstimme.

Claudia Wiest wird Anfang April 2020 die Doppelspitze komplettieren. Die Diplom-Ökonomin war zuletzt als Interimsmanagement bei zwei bayrischen Verkehrsunternehmen tätig. Seit über 20 Jahren ist sie in verantwortlichen Funktionen in der Verkehrsbranche zu Hause.

Ex-ViP-Chefs mussten im Mai 2019 gehen

Es handelt sich bei den Posten um die Nachfolge von Oliver Glaser und Martin Grießner, deren Verträge im Mai 2019 überraschend aufgelöst worden waren. Seitdem führt Interims-Geschäftsführer Monty Balisch die Geschäfte, der zuvor das Controlling im Mutterkonzern, den Stadtwerken, verantwortet hat. Er soll eine Perspektive innerhalb der Stadtwerke haben.

Im Mai 2019 mussten die bisherigen ViP-Geschäftsführer, Oliver Glaser (l.) und Martin Grießner, ihre Hüte nehmen. Quelle: Varvara Smirnova

Um eine geeignete Nachfolge für beide Posten zu finden, haben die Stadtwerke als Mutterkonzern viel Geld in die Hand genommen. 180.000 Euro sind nach MAZ-Informationen an zwei Personaldienstleister geflossen, um die Auswahl und Besetzung der Interims-Lösung und der dauerhaften Geschäftsführung des Verkehrsbetriebs zu erfüllen.

Die Suche soll extrem schwierig gewesen sein, heißt es aus der Branche. Deutschlandweit seien Fachleute in den Verkehrsunternehmen angefragt worden. Das Problem dabei sei vor allem die jüngste Führungskrise des ViP gewesen.

Lesen Sie mehr:

>>>Schwierige Suche nach neuer Spitze für den Verkehrsbetrieb

>>>Krise bei Potsdamer Verkehrsbetrieben: ViP-Chefs müssen gehen

>>>Krise im Verkehrsbetrieb: Abgeordnete fordern Aufklärung

Von Peter Degener

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