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Potsdam Neuer Übernachtungsrekord
Lokales Potsdam Neuer Übernachtungsrekord
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19:50 01.03.2018
Winterabend im Schlosspark Sanssouci.
Winterabend im Schlosspark Sanssouci. Quelle: Foto: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

Die Kultur- und Tourismuswirtschaft der Landeshauptstadt rückt weiter zusammen. So offerieren die Schlösserstiftung und das Museum Barberini erstmals ein Kombiticket. Sie zahlen bei einer Einrichtung des vollen Eintrittspreis und bekommen dafür beim Kauf weiterer Einzeltickets etwa für die Bildergalerie oder das Marmorpalais 25Prozent Rabatt.

Heinz Bury, Marketingchef der Schlösserstiftung, präsentierte die Kooperation am Donnerstag in einer Pressekonferenz zur bevorstehenden Internationalen Tourismusbörse (ITB) im Potsdam- Museum. Es war das erste Mal, dass die Stadt, ihr Tourismusvermarkter PMSG und die Schlösserstiftung vor einer ITB gemeinsam dazu einluden. Rathaus-Marketing-Chefin Sigrid Sommer sprach vom „Beginn einer wunderbaren Freundschaft“.

Mehr als 1,17 Millionen Übernachtungen

Mit dem Barberini sei 2017 mit einer halben Million Gäste ein „touristischer Magnet von internationalem Rang in die Potsdamer Mitte gezogen“, sagte Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD). Doch „einen Gästezuwachs konnten auch viele andere kulturelle und touristische Einrichtungen vermelden“. Die Anzahl der Übernachtungen sei 2017 auf mehr als 1,17 Millionen angewachsen – 2,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch bei den Gästeankünften habe es mit rund 508 600 einen Zuwachs um 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gegeben.

Den Rückgang der Anzahl ausländischer Gäste um drei Prozent und der durchschnittlichen Verweildauer von 2,4 Tagen im Jahr 2016 auf 2,3 Tage in 2017 führte PMSG-Chef Raimund Jennert nach einer ersten Analyse auf die Pleite der Fluggesellschaft Air Berlin zurück.

Insgesamt bescheinigt Jakobs der Stadt ein touristenfreundliches Klima. Touristen hätten in Potsdam „das Gefühl, sie sind willkommen“. In Potsdam würden auch „nicht so komische Diskussionen geführt wie in Berlin, wo man sich über klappernde Rollkoffer aufregt“.

Apfelblütenfest und Jungweinprobe

Zu den besonderen touristischen Angeboten zählen laut Stadtmarketingchefin Sommer die Veranstaltungen des Themenjahres „1000 Jahre und ein Vierteljahrhundert“. Erstmals werde es vom 27. bis zum 30. April ein Apfelblütenfest in der Russischen Kolonie Alexandrowka geben, ebenfalls neu sei eine „Große Brandenburger Jungweinprobe“ am 13. April in der Schiffbauergasse mit 60 Weinen aus der Region. Der 1025. Stadtgeburtstag werde am 8. Juli auf dem Alten Markt gefeiert – flankierend zum Stadtwerkefest, das am 8. Juli mit dem traditionellen Familienfest im Lustgarten ausklingt.

Die Schlösserstiftung lädt am 23. Juni erstmals zu einem Picknick auf die Terrassenanlage des Orangerieschlosses ein. 270 Meter weiß gedeckte Tische stehen bereit. Heinz Burys Einladung: „Packen Sie Ihren Picknickkorb, nehmen sie Platz an der königlichen Tafel und genießen und teilen Sie Ihre mitgebrachten Köstlichkeiten!“ Anmeldung sei nicht nötig. Zu den besonderen Ereignissen im Kalender der Stiftung zählt auch die 20. Potsdamer Schlössernacht, die mit dem 17. und 18. August erstmals an zwei Abenden, dafür auf einer deutlich verkleinerten Fläche stattfinden wird.

Potsdam umwirbt die „intellektuelle Kulturliebhaberin“

Potsdam benötigt keinen Slogan. Das hat Raimund Jennert, Chef der Potsdam Marketing und Service GmbH (PMSG), gestern auf der Pressekonferenz der Landeshauptstadt zur bevorstehenden Internationalen Touristik-Börse Berlin bekannt gegeben.

Die PMSG steuert im Auftrag der Stadt seit 2017 einen Prozess der „touristischen Markenentwicklung“: „Eine Erkenntnis dieses Prozesses ist: Potsdam ist eine starke Marke. Potsdam benötigt keinen Slogan“, so Jennert.

Die Stadt setzt sich damit klar von der Strategie des Landes ab, das die überregionale Vermarktung Brandenburgs mit dem Slogan „Es kann so einfach sein“ ankurbeln will.

Jennert präsentiert gestern eine Analyse zur Potsdamer „Markenarchitektur“: Die „Markenessenz“: „Potsdam Insel großer Gedanken“, das „Markenversprechen“: „Ohne, Sorge. Sans Souci“. Potsdam sei „bereichernde Quelle des Wissens und eine königlich tolerante Insel in dieser Welt“.

Als „Markenwerte“ herausgearbeitet wurden: „königlich, tolerant, wertig“. Hauptzielgruppe des touristischen Marketings für Potsdam seien die „intellektuelle Kulturliebhaberin“ und die „qualitätsbewusste Entschleunigerin“.

Zum ersten Tourismustag Potsdams am 12. April soll die „Tourismusmarke Potsdam“ erstmals einer größeren Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Von Volker Oelschläger

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