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Potsdam Neue Marke: Stadtwerke Potsdam erfinden sich neu
Lokales Potsdam Neue Marke: Stadtwerke Potsdam erfinden sich neu
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08:58 31.12.2019
Noch fahren die Bahnen mit dem alten ViP-Logo, außerdem welche mit dem neuen und dem ViP-Schriftzug und andere mit dem neuen ohne Schriftzug. Quelle: Bernd Gartenschläger
Babelsberg

Die Zeit der „Müll-Kutscher“, „Kanalarbeiter“, ViP-Fahrer, Energiewerker, Straßenbeleuchter und Bademeister geht zu Ende; das Zeitalter des „Stadtwerkers“ ist angebrochen. Die Mitarbeiter der sieben Stadtwerke-Unternehmen haben ihrem Quartals-Magazin genau diesen Namen gegeben: „Stadtwerker“. Und als solche sollten sie sich sehen, finden die Geschäftsführer Sophia Eltrop und Jörn-Michael Westphal: „Das wird ein paar Jahre brauchen“, sagt Westphal, und auch der neue Markenauftritt des Konzerns wird Jahre benötigen, ehe er sich vollends durchgesetzt hat.

Seit neuestem fallen im Stadtbild Busse und Straßenbahnen auf, die nicht mehr das buchstabenschräge, schwarz-weiße ViP-Logo tragen, sondern einen Kreis mit vier Farbsegmenten, der bislang lediglich die Stadtwerke als Dach-Unternehmen ausmachte.

Umfirmierung hat begonnen

Vor den Firmensitzen der Energie und Wasser Potsdam (EWP) und der Stadtentsorgung (Step) sind die Stelen mit den Logos schon getauscht, und beim Versand von Briefen fügt der Drucker demnächst das neue Einheits-Logo automatisch statt des alten ein; daneben steht der Name des Einzelunternehmens.

Eine Vario-Bahn mit dem neuen Einheits-Logo und dem Firmenschriftzug Quelle: Bernd Gartenschläger

„Familienmarke“ nennt Westphal das nicht ganz neue, aber leicht veränderte Logo: „Es betont die Zusammengehörigkeit.“ Zusammen seien die Firmen ein starkes Unternehmen: „Wir bieten Dienstleistungen aus einer Hand.“

Outfit wandelt sich mit jeder „Neubemalung“

Bei jeder „Neubemalung“ einer Straßenbahn und eines Busses werde das alte Logo durch das neue ersetzt, bei jeder Neubeschaffung von Arbeitskleidung und Kragenabzeichen, bei jedem Neudruck von Visitenkarten, ja sogar bei der Bestellung neuer Werbeartikel wie Basecaps, Schlüsselbändern, Gläsern, Tassen, Einkaufs-Chips oder Speicher-Sticks, erläutert Eltrop.

Auch die Werbeartikel werden Zug um Zug auf das neue Logo umgestellt. Quelle: SWP

Weil das fortlaufend geschieht, regelmäßig und je nach Bedarf, gibt es für die Umstellung keinen eigenen Etat, doch die Chefin schätzt, dass die Kosten deutlich unter 50 000 Euro liegen. Von „Sowieso-Kosten“ spricht Westphal.

Äußerer Wandel relativ preiswert

„In Städten unserer Größe kenne ich kein Unternehmen, das so eine Umstellung so preisgünstig hinbekommt“, sagt Eltrop: „Meistens kostet es das Zehnfache.“ Immerhin bringt die Zusammenfassung von Personalgewinnung und Beschaffung für alle Tochterunternehmen eine Preisersparnis beim Verbund.

Strittig war die Umstellung wohl nicht. Es gab einen Workshop mit Mitarbeitern und Führungskräften, der drei Stunden dauern durfte, doch schon nach 30 Minuten waren sich die Einzelunternehmen einig. Nicht nur zum Logo und dem Outfit, auch zum Selbstverständnis des Konzerns: In einem westentaschenkleinen Zwölf-Seiten-Imageheft haben Belegschaft und Management Ansprüche festgesetzt, an denen die Stadtwerke sich messen lassen müssen. In Potsdam kenne man sich aus und erfülle die Bedürfnisse der Kunden, heißt es dort: „Wir fragen Sie, hören Ihnen zu und gestalten Potsdam gemeinsam.“ Man begeistere sich für neue Ideen, spreche Missstände offen an und lerne aus Fehlern: „Schuldzuweisungen, Schweigen und Aussitzen sind für uns keine Option.“

1700 Mitarbeiter als „Team“

Die 1700 Mitarbeiter – darunter 75 Azubis – binde man rechtzeitig in Entscheidungsprozesse ein, „weil sie sich auskennen.“ Man gebe den Mitarbeitern Rückhalt: „Der Trainer für sein Team.“ Nach der überraschenden Entlassung der ViP-Geschäftsführer Oliver Glaser und Martin Griesner im Frühjahr 2019 bekommt der formulierte Anspruch an die Führungskräfte ein besonderes Gewicht: „Wir gehen fair und verantwortungsvoll miteinander um.“

Von Rainer Schüler

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