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Potsdam Bürgerbündnis fürchtet Verkehrschaos in Krampnitz - Planungsstopp gefordert
Lokales Potsdam Bürgerbündnis fürchtet Verkehrschaos in Krampnitz - Planungsstopp gefordert
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06:27 30.07.2019
Neu Fahrlands Ortsvorsteherin Carmen Klockow an der stark befahrenen B2. Klockow befürchtet ein Verkehrschaos in der Region.
Krampnitz

Beruhen die Berechnungen für den Verkehr, der durch das neue Quartier Krampnitz im Potsdamer Norden verursacht wird, auf veralteten Zahlen? Und steht somit das „Go“ des Landesplanungsministeriums für das Groß-Bauvorhaben, das unter anderem auf einem Konzept für die individuelle und öffentliche Verkehrsanbindung im Raum Potsdam-Berlin-Spandau basiert, auf tönernen Füßen? Davon geht zumindest das Bürgerbündnis in einem Antrag für die nächste Stadtverordnetenversammlung aus.

Vor diesem Hintergrund fordert die Neu Fahrländer Ortsvorsteherin und Bürgerbündnis-Stadtverordnete Carmen Klockow, bei der Entwicklung von Krampnitz die Reißleine zu ziehen – ansonsten drohe der Region das Verkehrschaos. Deshalb solle der Projektstart auf Eis gelegt werden: „Änderungen der Flächennutzungspläne für Krampnitz und sämtliche Bebauungspläne für das Krampnitzareal sollen solange zurückgestellt werden, bis ein tragfähiges Verkehrskonzept für die Region erstellt wurde“, so Klockow.

Die B2 durch Krampnitz bei Potsdam ist eine der meist befahrenen Bundesstraßen. Quelle: Bernd Gartenschläger

In ihrem Antrag heißt es zur Begründung: „Das Landesplanungsministerium hat in seinem Bescheid vom April 2013 seine Zustimmung für eine Abweichung von den Zielen der Landesplanungen davon abhängig gemacht, dass eine Verkehrsauswirkungsanalyse, ein belastbares Konzept für die individuelle und öffentliche Verkehrsanbindung im Raum Potsdam-Berlin-Spandau, sowie eine detaillierte Prognoseuntersuchung über Luftschadstoff- und Lärmauswirkungen erarbeitet wird.“

All dies sei zwar im Juni 2015 vorgelegt worden. Aber: „Auf der Basis, dass bei vollständiger Entwicklung insgesamt 3800 Einwohner in Krampnitz leben sollen“, so Klockow. Mittlerweile hätten sich die Vorzeichen jedoch komplett geändert.

Bekanntlich sind die Planungen für die Bevölkerungszahlen auf dem Ex-Militärareal deutlich nach oben geschraubt worden. Wie berichtet, sollen perspektivisch 10 000 Einwohner in Krampnitz leben. Nach Klockows Kenntnis existiert aber kein neues Gutachten mit neueren Zahlen.

Das ehemalige Kasernengelände Krampnitz. Quelle: Friedrich Bungert

In der 2015 veröffentlichten „Verkehrs- und Immissionsuntersuchung“ für den Entwicklungsbereich Krampnitz heißt es noch: „Grundlage bilden die vorbereitende Untersuchung sowie das städtebauliche Entwicklungskonzept. Dieses Konzept sieht den Erhalt der denkmalgeschützten Gebäude sowie eine Verdichtung der Kasernenstruktur mit sogenannten Angerdörfern vor. Insgesamt sollen künftig 3800 Einwohner (bei vollständiger Entwicklung) in Krampnitz leben. Der Standort soll zudem eine attraktive Verkehrsanbindung erhalten.“

Bald soll es hier heißen: „Und neues Leben blüht aus den Ruinen ...“ Quelle: Friedrich Bungert

Nun sind zwar mittlerweile die avisierten Bevölkerungszahlen gewachsen. Aber: „Ein hieran angepasstes Verkehrskonzept fehlt bisher“, moniert Ortsvorsteherin Klockow. Sie fordert eine Verkehrsauswirkungsanalyse. Zudem sei „ein belastbares Konzept für die individuelle und öffentliche Verkehrsanbindung im Raum Potsdam-Berlin-Spandau“ notwendig sowie eine detaillierte Prognoseuntersuchung über Luftschadstoff- und Lärmauswirkungen – und zwar „auf der Basis eines Bevölkerungszuwachses von 10 000 statt der bisher im Bericht vom Juni 2015 zugrunde gelegten 3800 Einwohner“.

Von Ildiko Röd

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