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Potsdam Linker Aktivist Lutz Boede trägt sich ins Goldene Buch ein – und einige verlassen den Saal
Lokales Potsdam Linker Aktivist Lutz Boede trägt sich ins Goldene Buch ein – und einige verlassen den Saal
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17:26 25.01.2019
Lutz Boede (Die Andere) trägt sich beim Neujahrsempfang der Stadt Potsdam im Nikolaisaal in das Goldene Buch der Stadt ein. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Am Freitag wurden beim Neujahrsempfang der Stadt Potsdam im Nikolaisaal vier Potsdamer für ihr Engagement geehrt. Grünen-Politikerin Saskia Hüneke, die Leiterin des Autonomen Frauenzentrums, Heiderose Gerber, der frühere Sprecher des Kirchenkreises Potsdam, Christian Rüss und der Geschäftsführer der Fraktion Die Andere, Lutz Boede durften sich in das Goldene Buch der Stadt Potsdam eintragen.

Die Entscheidung des Bürgermeisters Mike Schubert (SPD) Lutz Boede zu ehren, traf bei Konservativen der CDU auf Kritik. CDU-Fraktionsvorsitzende Matthias Finken empörte sich, dass es keine Begründung dafür gab und „bevor überhaupt jemand reagieren konnte, war die Sitzung beendet.“ Auch Kreischef Götz Friederich stört sich vor allem daran, „dass kurz vor einer entscheidenden Wahl, Kommunalpolitiker einzelner Parteien,welche bei dieser Wahl erneut antreten werden, besonders hervorgehoben werden“. Die ganze Debatte lesen sie hier.

Unterschiedliche Reaktionen im Saal

Am Freitag trug sich Lutz Boede unter vorhergehenden Applaus im Nikolaisaal in das Goldene Buch der Stadt ein. Mike Schubert hielt die Laudatio auf Boede und betonte, wie unterschiedlich die beiden wären.

Die Ehrung schloss Mike Schubert mit Blick auf die vier Ehrungen ab: „Ihre Perspektive muss man nicht immer teilen, aber alle vier helfen uns einen ganzheitlichen Blick auf die Stadt zu bekommen“, sagt Mike Schubert, der sich in seiner Vorrede eine Debattenkultur wünschte, die auch andere Perspektiven zulasse und fair bliebe.

Zu Beginn der Ehrung von Boede verließen Wolfhard Kirsch und Carmen Klockow vom Bürgerbündnis demonstrativ den Saal.

Mike Schubert las anschließend die Worte, die Lutz Boede in das Goldene Buch eingetragen hatte vor: „Wir wollten Gerechtigkeit und bekamen den Rechtsstaat.“ Dabei handelt es sich um ein Zitat der DDR-Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley.

Für Lutz Boede war der Eintrag in das Goldene Buch der Stadt recht entspannt: „Ich weiß ja, was ich in der Stadt gemacht habe. Ich habe mich engagiert und dazu stehe ich schon immer.“ Es sei dennoch etwas Besonderes, auch im Blick auf die Anderen verdienstvollen Potsdamer in dem Buch wie Ortschronisten, Sprengmeister und Sportler: „In der Linie ist das, denke ich angemessen, auch weil wir zu viert und nicht einzeln geehrt wurden.“

Von Jan Russezki

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