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Potsdam Noch zwei Wochen Staufrust im Potsdamer Norden
Lokales Potsdam Noch zwei Wochen Staufrust im Potsdamer Norden
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00:19 27.08.2017
In und um die Pappelallee in Potsdam staut es sich: Die Straße ist als Umleitung für die gesperrte Nedlitzer Straße ausgeschrieben. Quelle: Friedrich Bungert
Nedlitz

Für Anwohner und Autofahrer, die von der Vollsperrung der Nedlitzer Straße betroffen sind, ist bis zum Bauende in knapp zwei Wochen keine Besserung in Sicht. „Wir wissen, dass auf der Umleitungsstrecke mehr Verkehr herrscht, als die Straßen verkraften können“, erklärte der Bereichsleiter für Verkehr und Technik in Potsdam, Reik Becker. Alternativen gäbe es jedoch schlichtweg nicht. Zu diesen Ergebnissen war die Stadt in einer den Bauarbeiten vorausgehenden Verkehrserhebung gelangt.

Lesen Sie dazu: Potsdams Norden steht im Stau

An fast 100 Messstellen werden in der Landeshauptstadt täglich die Verkehrsströme gemessen. Mehrere dieser Stationen befinden sich beispielsweise in der Potsdamer Straße. Für die Verkehrsplanung zieht die Stadt die Langzeitergebnisse zu Rate, wenn Umleitungen für Baumaßnahmen geplant werden, so auch im Fall Nedlitzer Straße. Mehrere zehntausend Fahrzeuge passieren sie stadtein- und stadtauswärts normalerweise. Derzeit müssen alle über die Umleitung.

Mehrere Straßenschwellen sollen Autofahrer auf den Schleichwegen in der Viereckremise zum Langsamfahren zwingen. Quelle: Bernd Gartenschläger

Alternativen zur aktuellen Umleitung existieren nicht

Der „neuralgische Knotenpunkt“ sei in diesem Bereich die Kreuzung Amundsen- und Potsdamer Straße, erklärt Stadtsprecherin Friederike Herold. 2400 Fahrzeuge pro Stunde könne die Kreuzung vertragen. „Diese Zahl wird in den Verkehrsspitzenzeiten auch ohne Umleitungsstrecke häufiger erreicht“, sagt Herold. Üblich seien an der Kreuzung insgesamt 30.500 Fahrzeuge am Tag. Allein in der Potsdamer Straße werden aktuell rund 25.000 Fahrzeuge täglich gemessen.

„Die Rückstauerscheinungen liegen im prognostizierten Rahmen“, erklärte die Stadtsprecherin. Die Ferienzeit wirke sich mit einem grundsätzlich geringeren Verkehrsaufkommen zudem positiv auf die Gesamtsituation aus – trotzdem stehen hunderte Autofahrer täglich im Umleitungsstau. Dass die Stadt um diesen Missstand weiß, ändert jedoch nichts an einer weiteren Erkenntnis aus den dauerhaften Verkehrserhebungen: Bessere Alternativen gibt es für die Strecke schlichtweg nicht. Das bestätigte Verkehrsbereichsleiter Becker.

Nicht besser scheint die Lage in den Wohngebieten nahe der Baustelle, die als Schleichwege genutzt werden. Bürger ärgern sich über den Zustand. „Die Beschwerden sind nachvollziehbar“, erklärte Herold am Dienstag. Die Stadt richtete daher sieben zusätzliche Messstellen unter anderen in der Viereckremise ein. Probemessungen zu unterschiedlichen Tageszeiten hätten ergeben, dass durchschnittlich nur ein Prozent aller Verkehrsteilnehmer die Geschwindigkeitsbegrenzungen in dem Wohngebiet überschreiten, teilte die Stadt mit. Aus personellen Gründen und wegen des eindeutigen Ergebnisses sieht die Verwaltung es seither als „nicht erforderlich“ an, weitere Geschwindigkeitskontrollen in der Viereckremise durchzuführen. Mehr als 100 Fahrzeuge passieren die Straße derzeit pro Stunde.

Verschiedene Maßnahmen gegen Probleme auf Schleichwegen

Gegen den vermehrten und teilweise zu schnellen Verkehr in dem baustellennahen Wohngebiet hat die Stadt zudem weitere Maßnahmen eingerichtet. Die Straße Am Golfplatz erhielt mehrere Schweller, die die Autofahrer zum langsamen Fahren zwingen sollen – mit Erfolg, wie die Stadt mitteilt. Die Verwaltung möchte mit dem Ende der Vollsperrung in der Nedlitzer Straße prüfen, ob die eingebauten Schwellen dauerhaft installiert bleiben sollen, um den Verkehr vor der Kita Firlefanz ständig zu beruhigen. Auch dass die Straße Am Golfplatz seit Kurzem eine Einbahnstraße ist, habe einen positiven Effekt auf den Schleichverkehr, der die Anwohner ärgert. „Dies hat den Nebeneffekt, dass nur in eine Fahrtrichtung Verkehr auftritt“, so Stadtsprecherin Herold.

Aufatmen können Autofahrer und Anwohner aber wohl erst ab dem 4. September wieder. Nach aktuellen Informationen zum Baufortschritt soll die Vollsperrung wie geplant mit dem Ende der Sommerferien in knapp zwei Wochen aufgehoben werden. Das erklärte die Stadt der MAZ gegenüber. Danach folgt die Sperrung der Nedlitzer Straße neun Wochen lang einseitig. Diesmal wird der Verkehr stadtauswärts über die Amundsenstraße umgeleitet.

Von Victoria Barnack

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