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Potsdam OB-Wahl: Friederich zum CDU-Kandidaten gewählt
Lokales Potsdam OB-Wahl: Friederich zum CDU-Kandidaten gewählt
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23:12 26.02.2018
Der Bürgermeisterkandidat der Potsdamer CDU: Götz Th. Friederich. Quelle: Friedrich Bungert
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Potsdam

Er wird von seinem Kreisverband und der Fraktion als Lichtgestalt gepriesen: Götz Thorsten Friederich geht für die CDU ins Oberbürgermeister-Rennen. Bei einer Mitgliedervollversammlung am Freitag ist die endgültige Entscheidung gefallen: Er wurde mit 97 Prozent der Stimmen zum CDU-Kandidaten gewählt. Es wurden 87 Stimmen abgegeben, davon drei Nein-Stimmen und eine Enthaltung.

Parteiintern wurden die Chancen nie zuvor so hoch eingeschätzt, den Chefsessel im SPD-abonnierten Potsdam zu erobern. Bereits zum Wahlkampfauftakt im Januar ging Friederich in die Vollen. „Im Rathaus wird lustlos verwaltungsbürokratisch am Menschen vorbeiregiert“, so Friederichs Kritik. Er wolle „ein Oberbürgermeister und kein Oberverwaltungsmeister“ sein und einen „Geist der Ermöglichungskultur“ vorantreiben, erklärte Friederich.

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Fraktionschef Matthias Finken legte nach: Die Zeit sei reif für einen Oberbürgermeister, der nicht aus der Verwaltung komme. „Er kann Lebenserfahrung in die Waagschale werfen und den Blick von außen“, sagte er über Friederich. Hauptberuflich ist der neue Hoffnungsträger der CDU Fachanwalt für Steuerrecht.

Aus Friederichs Sicht ist die Liste der Verbesserungsmöglichkeiten in der Stadt lang. Er stellte vor allem den Verkehrsfluss in der Landeshauptstadt in den Vordergrund. Bei der Verkehrspolitik handle es sich eher um eine „Verkehrsbehinderungspolitik“ – Stichwort Verengung Zeppelinstraße – mit Potsdam-zentristischer Sicht. Man habe versäumt, das Umland einzubinden.

Von MAZonline