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Potsdam Glückswochen im Kunstwerk
Lokales Potsdam Glückswochen im Kunstwerk
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08:49 30.11.2019
Gäste des Offenen Kunstvereins aus der chinesischen Millionenstadt Wuhan im Sommer bei ihrem Aufenthalt in Potsdam. Quelle: Okev
Innenstadt

Das Riesenspektakel „Ein Stück vom Glück“ mit mehr als 70 beteiligten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus allen sieben Theatergruppen des Offenen Kunstvereins vor zwei Wochen in der Fabrik war für dieses Jahr wie ein vorgezogenes Finale.

Doch sie starten weiter durch: Am Sonntag um 14 Uhr wird im „Kunstwerk“ im Hinterhof der Hermann-Elflein-Straße 10 die Ausstellung „Hans im Glück“ eröffnet, in der Arbeiten der drei Kunstkurse und Ergebnisse der Kinder- und Jugendkunsttage vorgestellt werden.

Teilnehmer dieser Werkstattwoche in Lebus war eine Gruppe von Designstudenten der Ökonomischen Universität in Wuhan, einer Millionen-Metropole in Zentralchina. Seit zehn Jahren gibt es den Kontakt dorthin mit regelmäßigen gegenseitigen Besuchen.

Sabine Raetsch und Theaterfrau Nikki Bernstein vor dem Glücksteppich. Quelle: Friedrich Bungert

Sabine Raetsch, die Leiterin der Sparte bildende Kunst, vergleicht die Begegnung mit David und Goliath. Doch Jugendaustausch sei die beste Möglichkeit einer Verständigung zwischen den Ländern.

Internationale Jugendarbeit ist ein Schwerpunkt des Vereins. Kontakte pflegen sie nach Bulgarien, Polen, Frankreich, Tschechien, Griechenland, Russland, in die Türkei, nach Pakistan und eben China.

Und so, wie mittlerweile Kinder der ersten und zweiten Kursgeneration selbst im Verein mitarbeiten, sind auch internationale Mitarbeiter dabei, die vor Jahren einmal als Ehrenamtliche und über Austauschprogramme nach Potsdam gekommen sind.

Marion Casejuane etwa, die als französische Freiwillige begonnen hat, heute im Vereinsvorstand arbeitet und gerade einen Kontakt nach Benin anbahnt – es wäre die erste Verbindung mit Afrika.

Zum fünften Mal seit kamen in diesem Jahr junge Leute aus Wuhan zu Besuch zum Offenen Kunstverein nach Potsdam. Hier einige Bilder von dieser Begegnung.

Die Chinesen aber seien mental sehr besonders, sagt Eva Kowalsky, die den Austausch mit Wuhan organisiert. „Sie waren am Anfang total distanziert“, wurden erst mit der Zeit „viel offener und zugänglicher“. Nur eines blieb unverändert, sagt Sabine Raetsch lachend: „Feiern können sie nicht.“

In der „Glücks“-Ausstellung ist unter anderem ein fröhlicher Flickenteppich zu sehen, an dem in Lebus alle 15 Chinesen und ebenso viele ihrer Gastgeber mitwirkten.

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Die Ausstellung, die im „Kunstwerk“ bis zum 9. Februar zu sehen ist, leitet über ins Jubiläumsjahr des Vereins, der am 16. Mai 1990 gegründet wurde. Doch vor dem Jahreswechsel steht noch eine weitere Premiere an.

Die von Stefanie Rüffer geleiteten „Theaterfüchse“ laden am 7. und 8. Dezember zu ihrem neuen Stück „Die Glücksberserker“ ins Kunstwerk ein. Die „Suche nach einer spektakulären Reportage“ beginnt jeweils um 16 Uhr.

Von Volker Oelschläger

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