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Potsdam Offizierskasino in der Pappelallee wird abgerissen
Lokales Potsdam Offizierskasino in der Pappelallee wird abgerissen
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21:34 28.01.2015
Noch steht das alte Offizierskasino in der Pappelallee
Noch steht das alte Offizierskasino in der Pappelallee Quelle: Julian Stähle
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Bornstedt

Das ehemalige Offizierskasino in der Pappelallee/Ecke Reiterweg wird für den Neubau von Studentenwohnungen abgerissen. Das teilte die Stadtverwaltung am Mittwoch auf eine kleine Anfrage von SPD-Fraktionschef Mike Schubert mit: "Die Verwaltung hat die deutlich artikulierte Empfehlung des Gestaltungsrates, das Offizierskasino zu erhalten, dem Eigentümer und Entwickler gegenüber vertreten, damit aber nicht durchdringen können."

Der Protokollvermerk des Gestaltungsrats vom 18. Februar 2014 beginnt mit der Feststellung: "Bedauert wird der Abbruch des Offizierskasinos, eine Sanierung und Umnutzung des historischen Gebäudes wäre wünschenswert."

Das Offizierskasino wurde 1936 für die Neue Kriegsschule errichtet. Es hat einen zweietagigen Ballsaal. Über Jahre bemühte sich der 1999 gegründete Förderverein Militärmuseum Brandenburg-Preußen um die Übernahme des Hauses. Der Verein, der das Grundstück für 500.000 Euro erwerben und das Kasino für 4,5 Millionen Euro zum Museum ausbauen wollte, musste 2012 wegen fehlender Finanzen aufgeben. Die Militariasammlung des Vereins wurde ans Potsdam-Museum übergeben.

Im Gespräch war nach dem Ausstieg des Vereins unter anderem die Einrichtung eines Kultur- und Begegnungszentrums für den rasch wachsenden Ortsteil Bornstedt. Interesse bekundete unter anderem Max-Martin Zühlke, der in der nahen Villa Feodora an der Potsdamer Straße bereits ein Kulturzentrum etablieren konnte.

Auch Schuberts Anfrage zielte auf eine Nutzung als soziokulturelles Zentrum ab. Er begründete seine Fragen mit der Feststellung: "Da der überwiegende Teil der übrigen militärischen Liegenschaften in Potsdams Norden mittlerweile neuen Nutzungen zugeführt wurde (Wohnungen, Schulen, Fachhochschule), fällt der Leerstand dieses Gebäudes umso deutlicher ins Auge und provoziert Fragen nach einer möglichen soziokulturellen Nutzung für das Bornstedter Feld." Doch schon mit der Antwort auf seine erste Frage ergab sich, dass die Stadt kaum Einfluss hatte: "Das Grundstück ist in Privateigentum."

Wie berichtet, hofft Investor Dirk Klassen auf eine Baugenehmigung im März. 2016 sollten dann die ersten Studenten einziehen, so Klassen kürzlich zur MAZ.

Von Volker Oelschläger

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