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Potsdam Open-Air-Kultur in Potsdam: Bürgerstiftung darf Inselbühne auf der Freundschaftsinsel betreiben
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Open-Air-Kultur in Potsdam: Bürgerstiftung darf Inselbühne auf de Freundschaftsinsel betreiben

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10:39 26.03.2021
Freilichtbühne auf der Potsdamer Freundschaftsinsel.
Freilichtbühne auf der Potsdamer Freundschaftsinsel. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

Es gibt Hoffnung auf baldige Open-Air-Kultur in Potsdams Mitte: Wie die Stadtverwaltung am gestrigen Mittwoch mitteilte, darf die Potsdamer Bürgerstiftung die Freiluftbühne auf der Freundschaftsinsel von Mai bis Oktober kostenfrei nutzen. Die Stadt hatte vorab im Rahmen einer Konzessionsvergabe dazu aufgerufen, sich für die Bespielung und Wiederbelebung der Freilichtbühne auf der Freundschaftsinsel vom 1. Mai bis zum 24. Oktober 2021 zu bewerben. Die Potsdamer Bürgerstiftung erhielt den Zuschlag und kann vor Ort coronakonforme Veranstaltungen stattfinden lassen.

„Ich freue mich, dass die traditionsreiche Freilichtbühne auf der Freundschaftsinsel nun als pandemie-tauglicher Aufführungsort für ein offenes, vielfältiges und nicht-kommerzielles Programm durch die Potsdamer Bürgerstiftung genutzt werden kann“, sagt Noosha Aubel, Beigeordnete für Bildung, Kultur, Jugend und Sport dazu. Auf der Bühne könnten Veranstaltungen gezeigt werden, die an ihrer üblichen Spielstätte derzeit nicht beziehungsweise nur vor wenigen Zuschauern stattfinden können. Bei den geplanten Veranstaltungen müssten natürlich auch die Vorgaben hinsichtlich der zulässigen Lautstärke beachtet werden.

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Neues Projekt: „Stadt als Bühne“

Wie Kultur-Fachbereichsleiterin Birgit-Katherine Seemann außerdem am Donnerstagabend im Kulturausschuss ankündigte, soll die Stadt Potsdam in diesem Jahr zusätzlich im gesamten Stadtraum open-air bespielt werden. Für das Projekt „Stadt als Bühne“ sei eine Arbeitsgruppe gegründet worden, eine entsprechende Ausschreibung soll Ende April folgen. Ziel sei es, auch Orte einzubeziehen, die derzeit noch nicht im allgemeinen Bewusstsein als Kulturspielorte bekannt seien.

Die Vertragsunterzeichnung in Bezug auf die Inselbühne soll laut Verwaltung in den nächsten Tagen mit der Bürgerstiftung stattfinden. Abstimmungen mit verschiedenen Behörden und Bereichen der Landeshauptstadt seien bereits angelaufen. Der Fachbereich Kultur und Museum beabsichtige, den erfolgreichen Bewerber mit Projektmitteln zu unterstützen. Eine der Voraussetzungen für die Nutzung vor Ort sei, möglichst viele Veranstaltungen bei freiem oder geringem Eintritt stattfinden zu lassen.

Bürgerstiftung war schon länger an Inselbühne interessiert

Wie berichtet hatte die Potsdamer Bürgerstiftung schon vor dem Vergabeverfahren Pläne für die Bespielung der Inselbühne geschmiedet. Der Potsdamer Regisseur Kasper von Erffa, der das Bühnenprojekt gemeinsam mit der Bürgerstiftung vorantreibt, hatte sich im Januar mit Unmut über die Entscheidung der Stadt geäußert. Damals hatte die Bürgerstiftung wohl schon mehr als die Hälfte der für die Eröffnungssaison kalkulierten Kosten von 130.000 Euro eingeworben. 50.000 Euro würden für den Spielbetrieb benötigt, 80.000 Euro für die Ertüchtigung der Bühne.

Die Freilichtbühne wurde 1973 anlässlich der damaligen Weltfestspiele der Jugend in Berlin angelegt. Regelmäßig bespielt wurde sie zuletzt von 2007 bis 2012 mit dem Freilicht-Sommerkino des Babelsberger Thalia-Filmtheaters.

Von MAZonline/sku