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Potsdam Panikmache per Flugblatt
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09:01 30.07.2014
Neu Fahrlands Ortsvorsteherin Carmen Klockow ging den Hinweisen nach.
Neu Fahrlands Ortsvorsteherin Carmen Klockow ging den Hinweisen nach. Quelle: Christel Köster (Archiv)
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Neu Fahrland

Mit Flugblättern versuchen Unbekannte in Neu Fahrland dieser Tage, eine Panik zu schüren. Auf den Zetteln, die überall im Ort verteilt wurden, ist zu lesen, dass durch den Abriss der Traktorenstation auf der Insel Fahrland an der Tschudistraße Asbeststaub freigesetzt würde. "Ein Teil des Abbruchmaterials liegt in der Gegend herum, und was noch schlimmer ist, auch auf den Verkehrswegen innerhalb des Geländes, wo es von Lkw zu Staub gefahren, meterhoch aufgewirbelt und vom Wind in die Umgebung getragen wird", schreibt der anonyme Autor. Er listet auch auf, welche Teile des Ortes bei welcher Windrichtung betroffen sind und behauptet, Anwohner hätten sich bereits über das Staubaufkommen, über ein Kratzen im Hals, Hustenreiz und Schmerzen beim Atmen beklagt. Da noch weitere Hallen zum Abriss anstünden, befürchtet der Autor eine Verschlimmerung der Lage und führt auch "unsere Kinder" als Argument ins Feld. Er fordert alle Anlieger auf, den Protest an einen Reporter von zwei Boulevardzeitungen weiterzuleiten, dessen E-Mail-Adresse er nennt.

Laut Landesamt besteht keine Gefahr

Ortsvorsteherin Carmen Klockow (CDU) indes ist den Vorwürfen nachgegangen und hat sich bei der Stadt und beim zuständigen Landesamt schlau gemacht. Demnach ist der Abriss ordnungsgemäß bei den zuständigen Behörden angezeigt worden. Das Landesamt kontrolliere die Arbeiten und messe auch auf eventuelle Schadstoffe. Zu keiner Zeit, so zitiert Klockow das Amt, habe eine Gesundheitsgefahr durch asbesthaltige Staubpartikel bestanden. Auch Mediziner bestätigten gegenüber der MAZ, dass aufgewirbelter Staub zwar Kratzen im Hals und Hustenreiz auslösen könne. Asbest hingegen mache sich nicht durch sofortige Gesundheitsprobleme bemerkbar. Die feinen Asbestteilchen gelangten über die Lunge in den Körper und entwickelten dort erst nach Jahren Krebs. Da der Abbruch streng überwacht werde, bestehe indes keine Gefahr, so die Ärzte.

Von Jan Bosschaart

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