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Potsdam Kein Fahrstuhl mehr zum Regionalbahnsteig
Lokales Potsdam Kein Fahrstuhl mehr zum Regionalbahnsteig
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17:23 06.08.2018
Kein Fahrstuhl mehr zum Bahnsteig der Regionalbahn.
Kein Fahrstuhl mehr zum Bahnsteig der Regionalbahn. Quelle: Rainer Schüler
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Der Pannen-Fahrstuhl zum Regionalbahnsteig des Hauptbahnhofs wird neu gebaut. Als „Premiere“ kündigt die Bahn ihre Maßnahme an und erntet sofort heftige Kritik. Der Potsdamer Beirat für Menschen mit Behinderung und der Behindertenbeauftragte der Stadt kritisieren am Montag die Kurzfristigkeit der Ankündigung zum Austausch des Aufzugs Gleis 1/3.

Am 23. Juli hatte die Bahn mitgeteilt, dass ab diesem Tag bis zum 19. Oktober der Aufzug ausgetauscht wird, nachdem wiederholte Reparaturversuche keine Dauerlösung brachten. Reisende, die auf den Aufzug angewiesen sind, haben nun keine Möglichkeit mehr, den Bahnsteig selbstständig zu betreten oder zu verlassen. Sie müssen sich anmelden, um durch andere Menschen transportiert zu werden.  

Dafür muss es nach Forderung des Beirats stets genügend Personal haben. „Da die Aufzugsarbeiten gleichzeitig zu weiteren Bauarbeiten durchgeführt werden, was mit Blick auf verkürzte Ausfallzeiten sehr begrüßt wird, wird es zeitweise unmöglich sein, den Potsdamer Hauptbahnhof mit der S-Bahn als Ausweichverkehrsmittel zu erreichen“, warnt Oloff Lange, Mitglied im Vorstand des Beirates für Menschen mit Behinderung.

Der Beirat begrüßt allerdings den Austausch der als störanfällig bekannten Aufzüge am Hauptbahnhof. „Dies muss jedoch rechtzeitig und mit einem gewissen zeitlichen Vorlauf angekündigt werden, damit sich reisende Personen mit besonderen Bedarfen auch darauf einstellen können“, sagt der Beauftragte für Menschen mit Behinderung, Christoph Richter. „Ein rechtzeitiges Ankündigen von alternativen Routen zum Erreichen des Potsdamer Hauptbahnhofes durch die Deutsche Bahn sollte Qualitätsanspruch sein und nicht eingefordert werden müssen.“

Von Rainer Schüler