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Potsdam Sanssouci hat seine Panther wieder
Lokales Potsdam Sanssouci hat seine Panther wieder
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15:53 06.11.2019
Einer der beiden Panther vor dem Orangerieschloss Quelle: Johanna Apel
Potsdam

Mehr als 70 Jahre mussten sie warten: Nun sind die Raubkatzen wieder nach Sanssouci zurückgekehrt. Die beiden Panther-Skulpturen wurden am Mittwochmorgen an ihrem neuen alten Zuhause, der ersten Terrasse unterhalb des Orangerieschlosses, enthüllt.

Die Stifterin Gisela Dreßler-Loest nahm zusammen mit Heinz Berg, Vorsitzender der Stiftung Pro Sanssouci und Direktor der Generalverwaltung der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG), die Tücher ab, unter denen die beiden Raubkatzen erschienen.

Panther nach dem Krieg abgenommen

Die Skulpturen waren, wie Heinz Berg der MAZ erklärte, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg abgenommen worden. Kriegswirren und Vandalismus hatten ihnen zugesetzt. Die Überreste der beschädigten Tiere wanderten ins Depot. Vor drei Jahren sei schließlich die Idee entstanden, Nachbildungen der Raubkatzen wieder an ihren alten Platz zu stellen.

Heinz Berg und Gisela Dreßler-Loest enthüllen einen Panther Quelle: Johanna Apel

Nun war es soweit. Ermöglicht wurde dies durch eine private Spende von Gisela Dreßler-Loest. Sie hatte in Erinnerung an ihren verstorbenen Ehemann, Hans-Dieter Loest, einen Fonds gegründet. „In allem was geht und kommt, ist es die Kunst, die überlebt“, erklärte sie bei der Enthüllung.

Wie Silke Kiesant, Kustodin der Skulpturensammlung der SPSG, darlegte, wurden die beiden Panther wohl gegen 1850 von Friedrich Wilhelm IV. persönlich beauftragt. Wahrscheinlich wurden sie zunächst am Winzerberg aufgestellt, bis sie schließlich 1861 an den jetzigen Standort unterhalb des Orangerie­schlosses umzogen.

Martin Engel zeigt die Originalteile, hier eine erhaltene Pfote Quelle: Johanna Apel

Gut sechs Monate dauerte die Nachbildungen der Raubkatzen. Dies erklärte Martin Engel, Metallrestaurator der Stiftung. Viele Originalteile, etwa eine Pfote oder ein Schwanz, seien zwar erhalten geblieben, aber eben nur als Einzelteile. Der Kopf fehlte ganz.

Dieser wurde vom Restaurator und Bildhauer der Stiftung, Robert Kannis, auf Grundlage verschiedener erhaltener Quellen neu geschaffen. Mit Hilfe von Wachs- und Gipsmodellen ließen sich die Panther rekonstruieren, sodass schließlich eine originalgetreue Nachbildung entstand.

Von Johanna Apel

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