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Potsdam Potsdamerin übernimmt Patenschaft
Lokales Potsdam Potsdamerin übernimmt Patenschaft
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16:36 23.04.2015
Der „Krieger auf einen Schild gestützt“ und Hygiea.
Der „Krieger auf einen Schild gestützt“ und Hygiea. Quelle: Privat
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Potsdam

Eine Potsdamerin hat die Patenschaft über die Restaurierung einer der sogenannten Attikafiguren übernommen, die einst auf der Dachkante des Stadtschlosses standen. Die Kosten für die Wiederherstellung des „Kriegers auf einen Schild gestützt“ sollen zwischen 20 000 und 30 000 Euro liegen, die die Potsdamerin komplett spenden will. Sie möchte allerdings anonym bleiben, erklärte Hans-Joachim Kuke, stellvertretender Vorsitzender des Vereins Potsdamer Stadtschloss, der MAZ. Sie sei lediglich daran interessiert, dass das Stadtschloss wieder „einen ordentlichen Abschluss bekommt“.

Damit ist erstmalig eine frühere Eckgruppe des Stadtschlosses und ein Paar wieder zusammen, sagt Kuke. Der weibliche Part – Hygiea, die Göttin der Gesundheit, Heilkunst und Heilmittel – war bereits vor zwei Jahren saniert worden und wartet mit Herkules, Ariadne sowie einem jungen Assistenz-Gott auf dem Schirrhof der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg auf die Rückkehr aufs Schloss. Doch die Verwaltung des Landtages verlangt für jede Aufstellung der Sandsteinfiguren eine Baugenehmigung und insgesamt ein Statikgutachten, das jetzt vorliegt. „Komisch, als wir im vorigen Herbst eine acht Tonnen schwere Figur auf das Fortuna-Portal hoben, hat zuvor niemand nach einer Statikberechnung gefragt“, so der Vereinssprecher. In Gesprächen mit der Landtagsverwaltung hat der Schlossverein einen Termin im Juni für die erste Aufsetz-Aktion avisiert. Ob es dabei bleibt, ist ungewiss. Der Landtag hat sich noch nicht geäußert, bedauert Kuke.

Im Mai will der Verein die Angebote der empfohlenen Restauratoren für die Erneuerung des Kriegers einholen. Die Restauration könne Mitte Juni beginnen. Kuke hofft, dass der Krieger in etwa einem Dreivierteljahr gleich auf die Dachkante gehoben werden kann und nicht länger mit den anderen Figuren auf dem Schirrhof ausharren muss.

Von Heinz Helwig

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