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Potsdam Neuigkeiten von Pia: Tumor ist kleiner geworden
Lokales Potsdam Neuigkeiten von Pia: Tumor ist kleiner geworden
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20:00 04.02.2020
Pia beim Spielen - die 7-Jährige leidet unter einem Hirntumor und ist derzeit in Behandlung Quelle: Privat/Jeanine Hillmann
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Potsdam

Das Wichtigste zuerst: Pias Tumor ist kleiner geworden. Wie ihre Mutter Jeanine Hillmann der MAZ erklärt: „Der Tumor ist definitiv geschrumpft.“ Um wie viel, das habe man ihr nicht sagen können. Fest stehe aber, dass er kleiner geworden ist.

Der erlösende Anruf kam bereits im Dezember. Vorher war in der Berliner Charité ein entsprechendes MRT durchgeführt worden. Letzte Woche hätten sich Schweizer Ärzte die Ergebnisse ebenfalls angesehen und die Verkleinerung bestätigt, berichtet Jeanine Hillmann.

Diagnose kam im September

Die 7-Jährige Pia aus Potsdam leidet an einem bösartigen Hirntumor. Im September hatte die Schulanfängerin über Kopfschmerzen geklagt. Beim Arzt dann die Schockdiagnose: dem Mädchen wurden nur noch sechs bis neun Monate gegeben.

Doch Pias Familie kämpfte um sie – im November startete sie einen Spendenaufruf zur Finanzierung des Medikaments ONC201, das Tumorzellen zerstören soll, ohne dabei gesunde Zellen anzugreifen. Die Spendenbereitschaft in Potsdam war riesig –innerhalb weniger Tage waren mehr als 120 000 Euro zusammengekommen.

Kritik an Vorgehensweise der Ärzte

Doch Pias Eltern suchen weiterhin auch nach zusätzlichen Behandlungsmöglichkeiten. In der Charité sei ihnen unter anderem ein weiteres Medikament empfohlen worden, erzählt Jeanine Hillmann. „Dann wurde uns gesagt, dass das nicht mehr in Deutschland vertrieben wird“, führt sie weiter aus. Eine Eigenrecherche habe allerdings ergeben, dass ein Import des weiterhin zugelassenen Medikaments aus dem Ausland möglich sei – unter Umständen sogar eine Kostenübernahme seitens der Krankenkassen.

„Warum müssen das Eltern selbst herausfinden?“, fragt sich Jeanine Hillmann. Auf MAZ-Anfrage bestätigt auch Bayer-Pressesprecher Helmut Schäfers: „Das Medikament kann über internationale Apotheken eingeführt werden.“ Auch eine Kostenübernahme sei unter Umständen möglich. Der Pharmakonzern hatte das Medikament zuvor in Deutschland vertrieben.

Pia geht es derzeit gut

Jeanine Hillmann kritisiert: „Wir als Eltern sind hilflos. Man muss sich selber schlau machen, was hilft“. Wie es nun weitergeht, ist nach wie vor unklar. Pia nimmt unterdessen weiter das ONC201. „Wir haben gerade wieder nachbestellt“, erklärt ihre Mutter. Pia verträgt das Medikament gut, sie spielt viel an der frischen Luft, geht zur Schule und macht sogar beim Schulsport mit. Jeanine Hillmann über ihre Pia: „Gerade geht es ihr zum Glück gut.“

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