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Potsdam Pirschheide wird entwickelt – nur kleiner als gedacht
Lokales Potsdam Pirschheide wird entwickelt – nur kleiner als gedacht
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00:18 12.03.2019
Studie zur Entwicklung der Umgebung des Bahnhofs Potsdam Pirschheide Quelle: Landeshauptstadt Potsdam
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Potsdam-West

Die Stadt Potsdam soll in den Westen wachsen – in den Wald an der Pirschheide. Am Sonnabend sind erste Ergebnisse einer Untersuchung der Stadt vorgestellt worden, welches Potenzial rund um den Bahnhof Pirschheide und entlang der Bundesstraße 1 besteht.

1000 Wohnungen wären auf 20 Hektar möglich

Das untersuchte Gebiet ist rund 20 Hektar groß. Auf einer Visualisierung, die Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) zu Beginn eines Stadtteilspaziergangs mit seinen Beigeordneten in der MBS-Arena zeigte, sind die Dimensionen des Quartiers erkennbar: Mindestens sieben Wohnblöcke sind gegenüber des Kongresshotels zu sehen. Drei Gewerbe- und Dienstleistungsblöcke sind auf der digitalen Luftaufnahme am bestehenden Bahnhofsvorplatz erkennbar.

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Detail der Studie: Links kreuzen sich die Bahnlinien am Bahnhof Pirschheide. Der kleine Parkplatz vor der früheren Bahnhofshalle existiert auch heute. Oberhalb des Parkplatzes wären Gewerberiegel möglich, die bis an die B1 (oben rechts) grenzen. Rechts vom Bahnhof sind mehrere Wohnblöcke in das Waldgebiet hineingesetzt. Quelle: Landeshauptstadt Potsdam

Auch ein großer Schulkomplex, sowie Kitas sind in der Studie vorgesehen. Zum Templiner See hin sind neben weiteren Wohngebäuden auch Freizeiteinrichtungen angedeutet, die den bestehenden „Seekrug“, Stützpunkt von Potsdamer Rudervereinen, umgeben würden. Etwa 1000 Wohnungen sind in den dargestellten Baumassen möglich, sagte Mike Schubert auf Anfrage der MAZ.

Tram führt um das Quartier herum zum Bahnhof Pirschheide

Die Straßenbahn würde laut der Studie stadtauswärts noch etwas weiter entlang der B 1 entlang führen als bisher, bevor die Trasse dann zur heutigen Endhaltestelle am Bahnhof Pirschheide abbiegt. Damit wäre das neue Quartier unmittelbar an die Straßenbahn angeschlossen.

Präsentation in der MBS-Arena zu Beginn des Stadtteilspaziergangs. Quelle: Varvara Smirnova

Schubert: „Ich weiß, das wir so nicht in die Planung gehen werden“

Doch zugleich mit der Präsentation erteilte er diesen Plänen eine Absage. „Ich weiß, das wir so nicht in die Planung gehen werden“, sagte Schubert beim Blick auf die Visualisierung. „Wir müssen noch einmal neu überlegen, ob das der Ansatz ist, den wir vertreten wollen“, so Schubert zu den Gästen des Spaziergangs. Die großen Baumassen in den Waldflächen – allesamt Teil des Landschaftsschutzgebiets „Potsdamer Wald- und Havelseengebiet“ - entsprächen nicht seinem Wahlkampfversprechen eines „behutsamen Wachstums“, sagte der Oberbürgermeister.

Zugleich fürchte er bei diesen Plänen um die „vernünftigen sportlichen Bedingungen“ der Ruderer am „Seekrug“. Er wolle die geplante Stadtteilkonferenz und die Werkstatt für Beteiligung nutzen, um gemeinsam mit Bürgern „in den nächsten Monaten eine Idee für dieses Gebiet zu entwickeln“.

Freibad für Potsdam-West könnte am Seekrug entstehen

Anstelle von Wohnblöcken will Schubert vor allem zum Ufer hin auf Freizeiteinrichtungen setzen. „Es ist sinnvoller dass wir hier prüfen, ob das nicht anstelle von Wohnungen eher ein Standort für ein Freibad an der Havel sein könnte oder für den lange geforderten Rastplatz für Wasserwanderer“, sagte Schubert der MAZ. Den Bedarf an Kita-Neubauten und den in der Untersuchung angedachten großen Schulkomplex stellte er - im Gegensatz zur Zahl der 1000 Wohnungen - nicht in frage.

Von Peter Degener

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