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Potsdam Demenzdorf in Krampnitz rückt näher
Lokales Potsdam Demenzdorf in Krampnitz rückt näher
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18:17 19.02.2019
Das erste Modell für das Demenzdorf, das das DRK in Krampnitz bauen möchte. Quelle: Friedrich Bungert
Krampnitz

Die Pläne für das Demenzdorf in Krampnitz werden konkreter. „Wir haben in den vergangenen Tagen das Grundstück, das in Frage kommt, besichtigt“, sagt Christian Schop­haus, beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) Vorstand des Kreisverbands. Das Dorf würde demnach auf 17 000 Quadratmetern am Rande des neuen Stadtquartiers entstehen. „Hinter uns kommt nur noch die Heide“, schwärmt Schop­haus. „Wir sind guter Dinge, dass es klappt.“

Im Wettstreit um Grund und Boden sieht das DRK keine Chance für sich

Ein Hindernis gebe es allerdings: „Wir hoffen, dass wir für das Grundstück nicht ins Bieterverfahren müssen“, so Schop­haus. In einem Wettstreit um das höchste Gebot für Grund und Boden habe man als sozialer Träger keine Chance zu bestehen. „Das bekommen wir nicht refinanziert“, so der DRK-Chef.

Laut Pro Potsdam soll der Vertrieb von Wohnungsbaufeldern im kommenden Jahr beginnen – nachdem man sich mit möglichen Zielgruppen und geeigneten Vergabeverfahren befasst habe. „Mit dem DRK stehen wir bereits in Kontakt, wobei Einzelheiten zur Grundstücksvergabe noch nicht abschließend geklärt sind und bilateral besprochen werden“, teilt Pro-Potsdam-Sprecher Sebastian Brandner mit. Grundsätzlich sei es „natürlich wünschenswert“, dass im neuen Quartier auch Pflegeeinrichtungen entstehen.

Dort, wo Wohnen erlaubt ist, könnte auch das Demenzdorf entstehen

In Krampnitz schaffe man Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten: „Neben Paaren, Familien mit Kindern, Alleinstehenden und Studenten gehören dazu auch ältere Menschen.“ Laut Brandner ist auf allen Grundstücken, die fürs Wohnen vorgesehen sind, auch der Bau eines Demenzdorfes zulässig. Im Masterplan ist fürs Wohnen eine Bruttogeschossfläche von insgesamt 523 500 Quadratmetern vorgesehen. Darüber hinaus sind 42 400 Quadratmeter für soziale Infrastruktur – etwa Schulen, Kitas und Jugendfreizeiteinrichtungen – reserviert.

Unter der Prämisse „Heimat statt Heim“ plant das DRK eine moderne, aus mehreren Gebäuden bestehende Wohnanlage, die auf die speziellen Bedürfnisse von Menschen mit Demenz und anderer Pflegebedürftiger abgestimmt ist, aber mit ihren Angeboten auch allen anderen Bewohnern und Besuchern des neuen Stadtteils offensteht. Vorbild ist das weltweit erste Dorf für Demenzkranke „De Hogeweyk“ in einem Vorort von Amsterdam.

Ein Treffpunkt für alle mit Supermarkt, Café und Friseur

Zum Demenzdorf Krampnitz sollen neben den Wohnhäusern auch großzügige Gartenanlagen, ein Supermarkt, eine Bäckerei, ein Restaurant, ein Café, Veranstaltungs- und Kreativräume, ein Friseursalon und vieles mehr gehören. Trotz aller Offenheit soll der Kiez für die Bewohner ein geschützter Raum sein, in dem sie sich uneingeschränkt und frei bewegen können. Die Betreuung soll individuell und auf die jeweilige Bedarfslage zugeschnitten sein. Insgesamt rechnet das DRK mit einer Investition von rund 30 Millionen Euro und einer Bauzeit von zwei Jahren. Er gehe allerdings davon aus, sagt Schop­haus, dass vor 2022 keine Baureife für das Grundstück vorhanden sein wird.

Von Nadine Fabian

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