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Potsdam Pläne für „Drewitzpark“ im Gestaltungsrat
Lokales Potsdam Pläne für „Drewitzpark“ im Gestaltungsrat
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17:01 24.10.2019
Daniel Egenter (l.) und Marcus Flinder wollen den Drewitzpark auf der großen Brache zwischen Kirchsteigfeld und Autobahn errichten. Quelle: Peter Degener
Kirchsteigfeld

Die Bebauung der acht Hektar großen Brache zwischen der Ricarda-Huch-Straße und der Autobahn A 115 im Kirchsteigfeld nimmt Formen an. Am Freitagabend wird ein veränderter Architekturentwurf des „Drewitzpark“ genannten Wohn- und Büroviertels für 1500 Menschen und 4500 Arbeitsplätze im Gestaltungsrat öffentlich vorgestellt.

Höhepunkt des Viertels – ein Hochhaus mit 16 Etagen

„Es gab in dem Gremium den Wunsch, die Eingangssituation im Süden und im Norden zu überarbeiten. Die Lösung präsentieren wir heute“, sagt Investor Daniel Egenter von der Egenter und Czischka GmbH. Er entwickelt gemeinsam mit Marcus Flinder von der Open Space Development das Areal.

Parallel zu den städtebaulichen Fragen – etwa der Gestalt eines 16 Geschosse umfassenden Hochhauses – sindseit der ersten Vorstellung des Projekts im Januar auch inhaltliche Fragen geklärt worden: „Bis Ende des Jahres sollen die Stadtverordneten eine Leitentscheidung für die Änderung des Bebauungsplans treffen“, sagt Marcus Flinder. Erst dann ist der Weg für Wohnungsbau auf dem Gelände frei. Bislang besteht dort nur Baurecht für Gewerbebauten.

Heute dient das Areal vor allem den Anwohnern des Kirchsteigfelds zur Naherholung. Quelle: Peter Degener

Investoren sind zu höheren Abgaben nach Baulandmodell bereit

Um neben 120.000 Quadratmeter Bürofläche auch 70.000 Quadratmeter Wohnfläche schaffen zu dürfen, haben Egenter und Flinder der Stadt ein verlockendes Angebot gemacht: „Wir haben gegenüber dem Rathaus erklärt, dass wir auch die noch zu aktualisierende Fassung des Potsdamer Baulandmodells akzeptieren werden“, sagt Flinder. Das heißt, dass sie sich zu größeren Abgabe von der Wertsteigerung ihrer Grundstücke an die Stadt verpflichten und mit bis zu 30 Prozent Sozialwohnungen planen.

„Wir wollen auch Sonderformen des Wohnens ermöglichen, etwa betreutes Wohnen oder Werkswohnungen für die neu entstehenden Arbeitsplätze“, verspricht Flinder. Gemeinsam mit der Stadtteilinitiative des Kirchsteigfelds sammeln die Investoren auch Ideen für die Freiraumgestaltung für Kinder, Jugendliche und Senioren.

Bislang keine schützenswerten Tiere oder Bäume festgestellt

Seit März läuft zudem de Beobachtung der Tierwelt auf der Brache und im südlich daran anschließenden Waldstück. Laut Flinder wurde bislang „erfreulicherweise kein Schutzbedarf“ festgestellt. Auch gebe es in dem Kiefernwald „keine schützenswerten Bäume“. Durch den Wald wird als erste Maßnahme für den Drewitzpark eine neue Straße zur Autobahnauffahrt Drewitz geführt. Mitte 2021 könnte Baustart sein, wenn es bis dahin einen geänderten Bebauungsplan gibt.

Zwei Firmen sind auf dem Areal am Rand des Kirchsteigfelds bereits ansässig. Ihr Schicksal ist noch ungewiss. Quelle: Peter Degener

Zwei Firmen müssen noch ihre Grundstücke verkaufen

Ein größeres Hindernis ist allerdings noch nicht aus dem Weg geräumt: Derzeit sind noch zwei Firmen auf dem Gelände auf eigenen Grundstücken ansässig. Der Potsdamer Produzent von Anlagen für Kältetechnik Pakt und der Veranstaltungstechniker AVMS.

„Beide sind bereit das Feld zu räumen, um dieser gesamten Entwicklung nicht im Wege zu stehen“, erklärt Daniel Egenter. Details seien noch nicht geklärt, aber bis Mitte 2022 könnten die Firmen definitiv ansässig sein. Beiden biete man zudem Ersatzflächen in Potsdam an. Mit der Firma Pakt stehe man sogar kurz vor Vertragsabschluss.

Bei AVMS reagiert man auf Anfrage allerdings zurückhaltend. „Die Firma AVMS ist gespannt, was hier noch passiert“, sagt Knud Hackradt, Geschäftsführer der AVMS-Niederlassung.

Info: Der Gestaltungsrat tagt am Freitag, 25. Oktober, ab 18 Uhr öffentlich in der Fachhochschule in der Kiepenheuerallee 4, Haus D im Hörsaal D 011.

>>>Kirchsteigfeld: Gewerbe-Brache bald passé?

Von Peter Degener

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