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Potsdam Planetarium ohne Chance auf Landeshilfe
Lokales Potsdam Planetarium ohne Chance auf Landeshilfe
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15:32 25.04.2019
Planetariumsleiter Simon Plate zu Beginn einer Planetariumsshow bei den Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen des Potsdamer Planetariums im Oktober 2018. Quelle: Foto: Martin Müller
Innenstadt

Das Urania-Planetarium in der Gutenbergstraße kann trotz akuter Probleme nicht mit einer finanziellen Unterstützung durch das Land rechnen. „Eine institutionelle oder investive Förderung ist im Landeshaushalt 2019/20 nicht eingeplant“, heißt es in der Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage des Potsdamer Abgeordneten Steeven Bretz (CDU).

Eine institutionelle Förderung der Einrichtung wird auch unabhängig davon ausgeschlossen. Zur Erläuterung heißt es: „Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport fördert gemäß seiner Richtlinien im Rahmen der Zuwendungspraxis grundsätzlich nur Projekte. Bei der institutionellen Förderung ist die Institution selbst Fördergegenstand.“

Zur Situation der Planetarien im Land könne durch die Landesregierung „keine Aussage getroffen werden“, heißt es auf die Frage Bretz’, wie der „Sachstand zur Situation der Planetarien in Brandenburg“ sei.

Der Abgeordnete warf der Landesregierung in einer ersten Stellungnahme „Desinteresse“ vor. Die Antwort sei als „äußerst enttäuschend und lustlos“ einzustufen, sagte er am Donnerstag: „Mehr Desinteresse gab es selten. Wir finden im Übrigen, dass man so mit wichtigen Bildungseinrichtungen nicht umgeht. Diese Arroganz ist nicht geeignet, das berechtigte Anliegen (zum Beispiel Ersatzinvestitionen) des Planetariums zu lösen.“

Die Situation des Urania-Planetariums beschäftigt aktuell die Stadtpolitik. Die Stadtverordneten sollen am 8. Mai über einen Antrag der Grünen entscheiden, nach dem eine verstärkte Förderung der Einrichtung durch die Stadt geprüft werden soll. Nachholebedarf gebe es sowohl bei der veralteten Technik ebenso wie beim Bau. So mussten Veranstaltungen in dem Planetarium unterm Dach bei sommerlicher Hitze abgesagt werden, weil es keine Klimaanlage gibt.

Neben einer Investition in Höhe von 750 000 Euro bestehe ein Bedarf von 122 000 Euro jährlich zur Förderung der Einrichtung. Laut Grünen-Antrag soll die Stadt vorbereitend zu einem Haushaltsantrag zum Ende des Jahres prüfen, wie und mit welchen Fördermitteln „das Planetarium der Urania erhalten werden kann“. 2018 kamen 16.000 Besucher.

Von Volker Oelschläger

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