Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Planung kann beginnen: Hotelbereich im Schloss Cecilienhof wird saniert
Lokales Potsdam

Planung kann beginnen: Hotelbereich im Schloss Cecilienhof wird saniert

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:15 19.02.2021
Im Schloss Cecilienhof in Potsdam sollen die Innenräume und die technische Infrastruktur des Hotelbereichs saniert werden. Die Vorbereitungen dafür sollen noch in diesem Jahr beginnen.
Im Schloss Cecilienhof in Potsdam sollen die Innenräume und die technische Infrastruktur des Hotelbereichs saniert werden. Die Vorbereitungen dafür sollen noch in diesem Jahr beginnen. Quelle: Christoph Soeder/dpa
Anzeige
Potsdam

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) wird mit der Planung zur Sanierung im Schloss Cecilienhof in Potsdam beginnen. Das betrifft vorrangig die derzeit ungenutzten Hotelflächen und den Besucherempfang, wie die Stiftung mitteilte. Noch in diesem Jahr sollen in einem ersten Schritt die Planungsbeteiligten ausgewählt werden. Die Bauzeit und Sanierung der Innenräume und technischen Infrastruktur erfolgt voraussichtlich zwischen 2024 und 2027.

Der Newsletter direkt aus dem Newsroom

Die Top-Themen, die Brandenburg bewegen - und alle Infos zur Corona-Pandemie. Täglich von der Chefredaktion in Ihr Postfach.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Zuvor ist ein neues Konzept für die Nutzung im Schloss – und hier vor allem für die Gastronomie und ein Hotel mit rund 40 Zimmern – entwickelt worden. Für den vorgesehenen Hotelbetrieb konnte die „Arcona Hotels und Ressorts“ aus Rostock gewonnen werden. Finanzielle Unterstützung kommt vom Bund sowie den Ländern Brandenburg und Berlin im Rahmen von Förderprogrammen, die sie für die Rettung bedeutender Denkmäler aufgelegt haben. Die für das Schloss Cecilienhof veranschlagten Baukosten belaufen sich auf rund 12,3 Millionen Euro.

Es beginnt ein neues Kapitel

„Seit seiner Fertigstellung 1918 blicken wir auf eine wechselvolle Geschichte des Hauses zurück“, sagt der Generaldirektor Christoph Martin Vogtherr. „Gebaut als Kronprinzenresidenz, war es 1945 Schauplatz der Potsdamer Konferenz, später Gedenkstätte und Hotel. Als Museumsschloss ist es heute ein Ort von internationaler historischer Bedeutung, der jährlich von Gästen aus aller Welt besucht wird. Nach der 2018 abgeschlossenen umfassenden Sanierung der Fassaden, Dächer und der technischen Infrastruktur, beginnt nun ein neues Kapitel.“

Lesen Sie auch:

In intensiven Vorgesprächen haben sich der neue Betreiber und die SPSG auf gemeinsame Ziele und einen baulichen Maßnahmenkatalog verständigt. Neben der Sanierung von rund 40 Hotelzimmern und Bädern wird das Hotel seine Gastronomie auch um ein integriertes Museumscafé erweitern. Der ehemalige Speisesaal des Kronprinzenpaares ist dafür gut geeignet. Überdies wird es für Besucher auch im sogenannten Hofgarten, dem ehemaligen Wirtschaftshof des Schlosses, ein Speise- und Getränkeangebot geben. Wie die Innenräume des Hotelbereiches gestaltet werden, steht noch nicht abschließend fest.

Personenaufzug im Ostflügel geplant

Um eine zeitgemäße Nutzung und möglichst vielen Menschen den Zugang zu ermöglichen, ist erstmals ein Personenaufzug im Ostflügel des Schlosses im Bereich des Hotelempfangs vorgesehen. Der Wunsch nach einem barrierefreien Zugang ist auch der Grund für den geplanten Umzug der musealen Erschließung aus dem Ostflügel in den Westflügel des Schlosses. Der Zugang zum Westflügel ist großzügiger und somit besser für Besuchergruppen geeignet. Ebenso können hier der Museumsshop vergrößert, ein zentraler Einführungsbereich etabliert, Sanitäranlagen eingerichtet und Schließfächer aufgestellt werden.

Wie schon während der Hüllensanierung von 2014 bis 2018 werden auch die von 2024 bis Ende 2027 geplanten Arbeiten bei laufendem-musealen Betrieb ausgeführt. Auf diese Weise können in den Sommermonaten bis zu 1.200 Tagesbesucher den Fortschritt der Bauaktivitäten und die denkmalpflegerische Vervollständigung live miterleben.

Von Marcus J. Pfeiffer