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Potsdam Wohnrecht im Schloss Cecilienhof? „Ein blaublütiger Traum“
Lokales Potsdam Wohnrecht im Schloss Cecilienhof? „Ein blaublütiger Traum“
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20:49 14.07.2019
Georg Friedrich Prinz von Preußen, Oberhaupt des Hauses Hohenzollern, will Wohnrecht für Schloss Cecilienhof. Quelle: dpa/Bernd Gartenschläger
Potsdam

 Die Forderung von Hohenzollern-Oberhaupt Georg Friedrich Prinz von Preußen nach einem dauerhaften und unentgeltlichen Wohnrecht für seine Familie im Potsdamer Schloss Cecilienhof hat am Wochenende für befremdete Reaktionen in der Politik gesorgt.

Wie berichtet, geht es dem Hohenzollern-Chef neben einem Domizil – alternativ zu diesem Schloss könnte sich der Prinz offenbar auch einen Einzug in Schloss Lindstedt oder die Villa Liegnitz vorstellen – auch um die Rückgabe zahlreicher kostbarer Gemälde und Kunstgegenstände. Darüber laufen bereits hinter den Kulissen zwischen dem Adelshaus Hohenzollern und der öffentlichen Hand seit Jahren Verhandlungen, die aber erst jetzt bekannt geworden sind.

Nach Angaben des Bundes laufen „seit mehreren Jahren“ Gespräche zwischen dem Bund und den Ländern Berlin und Brandenburg auf der einen Seite sowie dem Haus Hohenzollern auf der anderen Seite.

„Forderungen nicht förderlich für Verhandlungen“

Auf MAZ-Anfrage äußerte sich am Sonntag Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Linke). „In den vermögensrechtlichen Auseinandersetzungen in Bezug auf das Ausgleichsleistungsgesetz werden die Forderungen der Gegenseite ein ,blaublütiger’ Traum bleiben." Ähnlich fiel am Sonntag auch die Reaktion von Staatskanzleichef Martin Gorholt (SPD) aus. „Die Forderungen der Hohenzollern sind natürlich nicht besonders förderlich für den Verhandlungsprozess, weil sie Dinge enthalten, die auf keinen Fall zu gewähren sind – zum Beispiel das Wohnrecht in einem der Schlösser für den Ururenkel des letzten Kaisers.“ Trotzdem, so Gorholt, wäre es sinnvoll zu einer Einigung zu kommen. „Die wird aber jetzt sehr schwierig.“ Dennoch müsse man versuchen, in den nächsten Monaten „Vernunft walten zu lassen“.

Das Potsdamer Schloss Cecilienhof. Quelle: Privat

CDU-Generalsekretär Steeven Bretz hofft wiederum auf ein „gütliches Ende“ des Streits. Und: „Bei einer Lösung muss der öffentliche Zugang zu Schlössern und zu den Kunstgegenständen gewährleistet sein.“

Der Potsdamer Linken-Politiker und Landtagsabgeordnete Hans-Jürgen Scharfenberg äußerte sich pointiert: „Die Monarchie ist in Deutschland seit Langem abgeschafft. Hier hat es klare Entscheidungen gegeben.“ Er sei sehr erstaunt, das nun infrage gestellt zu sehen. „Das ist völlig abwegig“, so Scharfenberg.

Von Ildiko Röd

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