Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Polizei: Radler-Unfälle nehmen zu
Lokales Potsdam Polizei: Radler-Unfälle nehmen zu
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
00:27 25.02.2019
Die Zahlen von Radfahrerunfällen steigen: Unaufmerksamkeit ist die Hauptursache. Zu gleichen Teilen sind Radler und andere Verkehrsteilnehmer schuld. Quelle: dpa
Anzeige
Mitte

Die Verkehrsunfallbilanz 2018 macht Maik Toppel nicht nervös, doch beim Thema Radfahrer wirkt der Chef der Polizeiinspektion Potsdam denn doch besorgt. 531 Radfahrer waren letztes Jahr in Unfälle im Stadtgebiet verwickelt, 74 mehr als im Jahr davor. Immerhin 412 von ihnen wurden dabei auch verletzt. „Die Radfahrer sind ein echtes Problem“, sagt er: „Das sind halt die schwächsten Verkehrsteilnehmer - schnell und sturzgefährdet.“ Zwar starb letztes Jahr kein Radler, doch die zwei Toten von 2017 waren am Unfall selber schuld.

Die Ursachen sind vielfältig. Unaufmerksamkeit und Ignoranz kommen gleichermaßen vor. Da werden vorhandene Radwege ignoriert und statt dessen Fahrbahnen benutzt; da wird auf der falschen Straßenseite gefahren oder auf einem Radweg unerlaubterweise gegen die vorgeschriebene Richtung, nennt Toppel die häufigsten Gründe. „Beim Überholen von Autos werden oft die nötigen 1,50 Meter Abstand nicht eingehalten; wenn dann eine Tür aufgeht, ist es vielleicht zu spät.“ Autofahrer machen häufig Abbiegefehler, sehen nicht nicht gründlich in den Seitenspiegel, schneiden Radlern den Weg ab.

Potsdam ist eine wachsende Stadt und setzt auf mehr Radverkehr“, konstatiert der Polizeichef: „Mehr Bewohner bringen mehr Fahrräder, und wir können nicht erkennen, dass weniger Autos unterwegs sind.“ Damit steigen seiner Einschätzung nach die Unfallzahlen weiter an. Aber auch das Wetter sorgt für schlechte Unfallbilanzen: So gab es im März 2018 einige frostkalte Tage, die für 70 Radfahrerunfälle sorgten, gegenüber vier Glättestürzen im Jahr zuvor. Auch hier spielt Unaufmerksamkeit eine große Rolle: Der Radfahrer ist zu schnell auf dem vereisten Untergrund.

Unaufmerksamkeit und Ignoranz sind nicht nur bei Radfahrern die Hauptunfallursachen, sondern auch beim Autoverkehr. So war die überhöhte Geschwindigkeit für 92 Unfälle mit 16 Verletzten verantwortlich. Ein Jahr zuvor zählte die Polizei noch 56 Unfälle mit 24 Verletzten. Gleichzeitig war ein zu geringer Abstand der Grund für 288 Unfälle gegenüber 177 im Jahr 2017. Ignoranz wird hier als Hauptgrund angesehen.

„Im Stadtgebiet rollt der Verkehr leicht und stockend. Da kommt es schnell zu Auffahrunfällen mit meist geringen Schäden“, sagt Toppel. In den ländlichen Bereichen der Polizeiinspektion, zu denen etwa Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf, Rehbrücke und Schwielowsee gehören, fährt man schneller, sind die Folgen eines Auffahrunfalls schwerer. Hier stiegen die Tempo-Unfälle von 87 sogar auf 161, die Abstand-Karambolagen von 268 auf 435, die Baumunfälle von 45 auf 66.

Auch Wildunfälle sind im Landbereich ein dramatischeres Thema: Gab es 2018 im Stadtgebiet 106 (2017: 188), verzeichnete man im ungleich größeren Umland 358 (2017: 467).

Von Rainer Schüler

Am Freitag gibt es in Potsdam-Babelsberg kaum ein Durchkommen. Im Karl-Liebknecht-Stadion empfängt der SVB 03 den 1. FC Lok Leipzig. Die Polizei will die Fangruppen mit Straßensperrungen trennen.

22.02.2019

Eiskalt! Franziska Melzer spielt die Hauptrolle in „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ am Potsdamer Hans Otto Theater. Wir haben Sie vor der Premiere getroffen.

22.02.2019

Fast 40 Jahre ist „Der Goldene Reiter“ her. Zu seinem 70. Geburtstag (22. Februar) präsentiert Joachim Witt den NDW-Klassiker auf dem Album „Refugium“ orchestral. Im April kommt er damit auf Tournee.

22.02.2019