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Potsdam SEK-Panne führte zur Sperrung der Havel
Lokales Potsdam SEK-Panne führte zur Sperrung der Havel
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07:58 12.07.2019
Die „Fridericus Rex“ wird vom Spezialeinsatzkommando der Landespolizei gestürmt. An Bord befanden sich mehrere Innenminister und dazu „Geiseln“ und „Geiselnehmer“. So konnten die Minister die Übung aus nächster Nähe beobachten. Quelle: Jörg Carstensen/dpa
Innenstadt

Durch eine Kommunikationspanne bei der Polizei ist am Donnerstag die Havel auf dem Templiner See für sämtlichen Verkehr kurzzeitig gesperrt worden. Hintergrund war eine Anti-Terror-Übung des Spezialeinsatzkommandos der Brandenburger Polizei im Rahmen der SPD-Innenministerkonferenz im Kongresshotel am Seeufer.

Sperrung erfolgte „entgegen der Planung“

Das Potsdamer Fahrgastunternehmen Weiße Flotte war davon betroffen – ihre Fahrgastschiffe durften nicht durchfahren. Geschäftsführer Jan Lehmann beschwerte sich bei der MAZ darüber, dass die Havel anders als üblich ohne Vorwarnung dicht gemacht worden ist.

„Entgegen der Planung ging offensichtlich eine Information der Wasserschutzpolizei an die Weiße Flotte, dass der Templiner See gesperrt wird“, erklärt Ingo Decker, Sprecher des brandenburgischen Innenministeriums auf MAZ-Anfrage.

Nur Sportbootverkehr sollte kurzzeitig eingeschränkt werden

Es sei für die seit April geplante Übung „zu keinem Zeitpunkt beabsichtigt gewesen, dass die Wasserstraße gesperrt werden muss.“ Allein der Sportbootverkehr, nicht aber die Berufsschifffahrt sollte für jeweils wenige Minuten eingeschränkt werden“ – jeweils dann, wenn die Innenminister mit ihrem Boot ab- und wieder anlegen würden.

Das Spezialeinsatzkommando der Landespolizei Quelle: Jörg Carstensen / dpa

Innenministerium entschuldigt sich bei Weisser Flotte und Passagieren

Laut dem Innenministerium hatte die Wasserschutzpolizei ohne vorherige Rücksprache mit dem Polizeiführer des gesamten Einsatzes die Weiße Flotte informiert und fälschlicherweise die Berufsschifffahrt unterbrochen. Auch wenn es sich nur um wenige Minuten gehandelt haben soll, war zumindest im Potsdamer Hafen „das Kind in den Brunnen gefallen“, so Decker. Der Weißen Flotte wurde jedoch eine Sperrung von voraussichtlich einer Stunde angekündigt. Sie musste schnell reagieren und mindestens eine Fahrt absagen, sowie gekaufte Tickets ersetzen.

„Es handelt sich ganz offensichtlich um eine Kommunikationspanne, die leider die Polizei zu verantworten hat und für die wir uns bei der Weißen Flotte und den betroffenen Passagieren entschuldigen möchten“, erklärt Ministeriumssprecher Ingo Decker der MAZ. „Das Polizeipräsidium wird auf die Weiße Flotte zugehen und das besprechen und nachbereiten“, sagte er weiter.

Antiterror-Übung war erfolgreich

Die Übung selbst sei erfolgreich verlaufen. Es gab „Verletzte“, die aber „erfolgreich medizinisch versorgt werden konnten“, sagte Decker. In dem Szenario mussten Geiseln von einem Ausflugsdampfer befreit werden. Neben dem SEK war auch die Hubschraubereinheit der Polizei sowie die „Verhandlungsgruppe“ im Einsatz, die in solchen Situationen vor einer möglichen Erstürmung im Einsatz ist.

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Von Peter Degener

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