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Potsdam Medienschule: Schülerfirma KAMära dreht profimäßige Imagefilme
Lokales Potsdam Medienschule: Schülerfirma KAMära dreht profimäßige Imagefilme
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11:53 30.11.2019
Das Team der Schülerfirma KAMära im Einsatz. Quelle: Foto: Friedrich Bungert
Babelsberg

Eine Hauptversammlung irgendwo in Potsdam. Klingt erstmal nicht nach etwas Besonderem. Aber da, wo man gemeinhin hellblaue Hemden erwartet, stehen sieben Schüler im Alter von 16 bis 19 Jahren, die mit Termini wie Geschäftskonzept, Finanzplan oder Rechnungsrevisoren jonglieren.

Team der KAMära-Schülerfirma im Filmgymnasium Potsdam: (v. r.): Bastian Ettlich, Danny Schlott, Lisa Marie Beck, Christoph Timser, Zoe Orlamünder, Franz Ullrich, Dennis Ullrich und Cedric. Quelle: Friedrich Bungert

Die Schülerinnen und Schüler des Ausbildungsganges Kaufmännischer Assistent Medienwirtschaft (KAM) an der Medienschule Babelsberg haben die Firma KAMära gegründet, um all das, was sie bereits gelernt haben, direkt dem Praxistest zu unterziehen. Das erläutert – wie in vielen Firmen üblich, der Geschäftsführer der Schülerfirma KAMära Dennis Ulrich.

KAMära steht eigentlich für ihr Ausbildungsfach “KAM”, und “ära” für jene, die sie einläuten wollen. Und dass das Ganze auch noch ein bisschen so wie Kamera klingt, ist sicher kein Zufall, wie Dennis Ulrich grinsend sagt.

Bei der Dreh-Vorbereitung. Quelle: privat

Schülerfirmen an der Medienschule gibt es bereits im vierten Jahr – jedes Jahr gründet sich eine neue. Kleine und mittlere Betriebe, manchmal auch die etwas größere wie das Fraunhofer-Institut, präsentieren sich gern auf ihrer Website oder in Social Media mit kleinen Imagefilmen, ohne dabei das ganz große Geld bezahlen zu können.

Oder wohltätige Organisationen wie die Oberlin-Werkstätten, die während ihres diesjährigen Weihnachtstheaterstücks Einspieler auf eine Leinwand über der Bühne projizieren möchten, wenden sich an die Medienschule, ebenso verschiedene Sportvereine.

So sieht es beim Dreh der Schülerfirma aus. Quelle: privat

Dabei wissen die Firmen genau, mit wem sie es zu tun haben. So professionell, wie die Schüler ihre Firma auch führen, sie sind immer noch Schüler und im Vordergrund steht das Lernen, wie ihr Lehrer Christoph Tismer betont. „Die Firmen wissen, dass sie sich auf eine Schülerfirma einlassen. Dann dauert das auch mal eine Woche länger, oder es muss einmal mehr etwas nachgebessert werden.“ Dafür sind die Filmchen von ordentlicher Qualität, und vor allem deutlich preiswerter.

„Stundenlohn“: 50 Cent

Die Schüler zahlen sich selbst nur 50 Cent pro Stunde, da sie ja die Firma im Rahmen des Unterrichts betreiben, wo sie Marketing, Akquise, Umsetzung der Kundenwünsche, Filmen, Nachbearbeiten üben können. Kleinere Fehler sind dabei ausdrücklich erlaubt, denn die muss laut Tismer jeder selbst machen.

Außer Filmen muss man auch Finanzpläne erstellen

Dabei verlieren sie den kaufmännischen Aspekt nie aus dem Blick. Das größte Problem, sagt Tismer, sei manchmal vielmehr die Motivation. Drehen und Nachbearbeiten mache den meisten Spaß, aber Marketing, Konzepte oder Finanzpläne können schon mal dröge sein. „Aber sie gehören dazu. Genau wie Sozialabgaben, Umsatz- oder Körperschaftssteuer, mit denen sich eine Firma wohl oder übel auch herum schlagen muss.“

Wenn das Schuljahr vorbei ist, dann ist auch KAMära Geschichte. Der Gewinn wird gespendet, vermutlich für den Förderverein der Schule und für gemeinnützige Organisationen. Aber auch im nächsten Jahr wird Lehrer Tismer wieder Schüler im Lernbüro vor sich sitzen und die Medienschule eine neue Schülerfirma haben. Denn das Oberlinhaus, Fraunhofer und “Das Radhaus” haben bereits nach einer weiteren Kooperation angefragt.

Von Ute Swart

Der Potsdamer betreibt ein Modegeschäft in Potsdam, hat die Marke „Kurfürst Potsdam“ ins Leben gerufen – und unterstützt mit die MAZ-Weihnachtsaktion mit einer besonderen Idee.

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